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Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt

Spruchbild: Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt …

Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe

Bedeutung

Descartes spottet über die Selbstzufriedenheit des Verstandes. Nichts sei gerechter verteilt, weil jeder glaubt, genug davon zu haben. Die Pointe liegt darin, dass gerade diese Überzeugung Zweifel weckt: Wer wenig Verstand hat, merkt es möglicherweise nicht. Der Satz kritisiert intellektuelle Eitelkeit und fehlende Selbsterkenntnis. Er ist elegant, weil er Gerechtigkeit scheinbar lobt und dabei menschliche Selbstüberschätzung entlarvt. Damit bleibt die Deutung bei Selbstzufriedenheit des Verstandes und wird nicht zu einer beliebigen Lebensregel.

Verwendung

Gut geeignet ist das Zitat für Bildung, Philosophie, Debattenkultur oder humorvolle Texte über Rechthaberei. Es sollte nicht direkt gegen einzelne Personen verwendet werden, weil der Spott dann schnell arrogant wirkt. Der Begleittext sollte Selbstzufriedenheit des Verstandes konkret aufnehmen, damit der Einsatz natürlich wirkt. Ein Debatten- oder Bildungsbezug macht den Spott über Selbstüberschätzung fairer.

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Über René Descartes

Über den Autor

Philosoph · Französisch · 1596 - 1650

René Descartes (1596–1650) prägte als französischer Philosoph und Mathematiker mit dem Satz „Cogito, ergo sum" die neuzeitliche Erkenntnistheorie und begründete die analytische Geometrie.

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Newton und Leibniz entwickelten ihre großen Theorien nachweislich an Cartesischen Studien. In der Mathematik revolutionierte Descartes gemeinsam mit François Vieta die algebraische Schreibweise zur Lösung geometrischer Probleme. Als Rationalist unter den Begründern eines mechanistischen Weltbildes verbannte er mit seiner Naturphilosophie nach Egon Friedells Worten „ein für allemal die Geister aus der Welt".

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