
Der Tod geht mich eigentlich nichts an, denn wenn er ist, bin ich nicht mehr, und so lange ich bin, ist er nicht.
Bedeutung
Epikur richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen gleichgültigkeit und tod. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie keine lange Erklaerung braucht, sondern einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Gerade weil der Ton so schwer ist, sollte die Aussage Trost anbieten, ohne Schmerz zu ueberdecken oder Angehoerigen eine Deutung aufzudraengen.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Leben, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Wegen Tod, Trauer oder schwerem Trost sollte der Spruch behutsam und nur in einem bewusst passenden Zusammenhang verwendet werden.
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Über Epikur
Über den Autor
Philosoph · 341 - 270 v. Chr.
Epikur (341–270 v. Chr.) war ein griechischer Philosoph, der den Epikureismus begründete und mit seiner hedonistischen Lustlehre seit der Antike Anhänger wie Gegner polarisiert.
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Seine Schule entstand im Hellenismus parallel zur Stoa und trägt den Beinamen „Kepos" – griechisch für Garten –, weil Epikur und seine Anhänger sich regelmäßig in einem Garten versammelten. Der epikureische Lustbegriff wird bis heute häufig missverstanden und fehlgedeutet, obwohl er auf innere Seelenruhe statt auf sinnlichen Genuss abzielt.

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