
Die Heiterkeit und der Lebensmut unserer Jugend beruht zum Teil darauf, dass wir, bergauf gehend, den Tod nicht sehen, weil er am Fuß der anderen Seite des Berges liegt.
Bedeutung
Schopenhauer erklärt jugendliche Heiterkeit aus einer Perspektive auf den Lebensweg. Wer bergauf geht, sieht den Tod nicht, weil er auf der anderen Seite des Berges liegt. Das Bild ist anschaulich und melancholisch: Jugend blickt nach oben, auf Wachstum, Kraft und Zukunft, während Endlichkeit noch verdeckt bleibt. Der Satz nimmt der Jugend nicht ihre Freude, zeigt aber, dass sie auch aus begrenzter Sicht entsteht und vergeht.
Verwendung
Passend für philosophische Texte über Jugend, Alter, Vergänglichkeit und Lebensmut. Der Spruch eignet sich, wenn Heiterkeit nicht naiv verspottet, sondern aus der Lebensperspektive erklärt werden soll. Für Geburtstagskarten junger Menschen ist er wegen des Todesbildes nur eingeschränkt passend und eher nachdenklich.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 4.50 von 5 (2 Stimmen)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 3.89 von 5
Über Arthur Schopenhauer
Über den Autor
Philosoph · Deutsch · 1788 - 1816
Arthur Schopenhauer (1788–1860) entwarf eine Philosophie des subjektiven Idealismus, die Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik auf einem irrationalen Weltprinzip gründet.
Mehr erfahren
Schopenhauer verstand sich als Vollender Immanuel Kants und baute seine Lehre zugleich auf der Ideenlehre Platons sowie indischen Philosophien auf. Er gehörte zu den ersten deutschsprachigen Philosophen, die ein irrationales Prinzip als Grundlage der Welt vertraten. Seine Werke beeinflussten u. a. Nietzsche, Freud und Wagner nachhaltig.
Ähnliche Sprüche
Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
— Arthur Schopenhauer
Im Herzen steckt der Mensch, nicht im Kopf
— Arthur Schopenhauer
Einsamkeit ist das Los aller hervorragenden Geister.
— Arthur Schopenhauer
Der Tod ist der Beginn der Unsterblichkeit.
— Maximilian de Robespierre
Wer keinen Mut hat zum Träumen, hat auch keine Kraft zum Kämpfen.
Mehr von diesem Autor
Alle Sprüche von Arthur Schopenhauer →