
Es gibt nur drei Ereignisse für den Menschen: Geburt, Leben und Tod; er weiß nichts von seiner Geburt, stirbt unter Schmerzen und vergisst zu leben.
Bedeutung
La Bruyère verdichtet das menschliche Leben auf Geburt, Leben und Tod und zeigt dabei eine bittere Asymmetrie. Die Geburt bleibt uns unbewusst, der Tod ist mit Schmerz verbunden, und dazwischen wird das Leben oft versäumt. Der Spruch ist keine tröstliche Lebensweisheit, sondern eine ernste Mahnung gegen gedankenloses Vorbeigehen an der eigenen Zeit. Sein barocker Moralismus richtet den Blick auf Vergänglichkeit, Bewusstsein und die Pflicht, wirklich zu leben, solange Gelegenheit dazu besteht.
Verwendung
Geeignet für philosophische Texte, Essays über Vergänglichkeit oder kritische Lebensreflexionen. Der Ton ist ernst, dunkel und schonungslos. Für Kondolenzkarten, Geburtstagsgrüße oder leichte Lebensmottos ist der Spruch ungeeignet. Redaktioneller Hinweis: Wegen der Verbindung von Tod, Schmerz und versäumtem Leben bitte nicht automatisiert in Trauer- oder Glückwunschkontexten ausspielen.
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Über Jean de la Bruyère
Über den Autor
Schriftsteller · Französisch · 1645 - 1696
Jean de La Bruyère (1645–1696) war ein französischer Schriftsteller, dessen einziges Werk „Les Caractères" gesellschaftliche Typen und Sitten des Hoflebens unter Ludwig XIV. satirisch porträtierte.
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Jean de la Bruyère steht für ein Werk, das weit über die eigene Epoche hinaus rezipiert wird. Jean de la Bruyère wird häufig als französischer Schriftsteller eingeordnet. Jean de la Bruyère war als französischer schriftsteller prägend für die kulturelle Debatte der eigenen Zeit. Das Werk von Jean de la Bruyère wirkt bis heute in Literatur, Bildung und öffentlichen Debatten nach.
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— Jean de la Bruyère
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— Jean de la Bruyère
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— Jean de la Bruyère
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das erröten kann. Es ist aber auch das einzige, was Grund dazu hat.
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Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren.
— Albert Einstein
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