
Alle Tragödien beendet der Tod, alle Komödien die Ehe
Bedeutung
Lord Byron, der englische Romantiker, formuliert in diesem Aphorismus eine bitterironische Parallele zwischen Drama und Lebenswirklichkeit: Im Theater endet die Tragödie mit dem Tod – im Leben endet die Komödie mit der Ehe. Die Pointe liegt in der impliziten Gleichsetzung: Beides – Tod und Ehe – markiert das Ende von Leidenschaft, Freiheit, Offenheit. Byron, der selbst eine berühmte und unglückliche Ehe führte und für seine romantischen Abenteuer bekannt war, beschreibt damit eine desillusionierte Sicht auf das Eheleben. Der Witz sitzt tief und ist zugleich melancholisch.
Verwendung
Passend als Byron-Zitat in humorvollen und ironischen Texten über Ehe, Liebe und die Desillusionierung nach der Romanze sowie für Beiträge über romantische Literatur und die Verbindung von Tragik und Komik im Leben. Auch geeignet als augenzwinkerndes Wort in Reden über Liebe, Ehe und die ironischen Wendungen des Lebens.
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Über Lord Byron
Über den Autor
1788 - 1824
George Gordon Byron (1788–1824), britischer Dichter der Romantik, schuf mit „Don Juan" und „Childe Harold's Pilgrimage" zwei der einflussreichsten Versepen seiner Epoche.
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Byron führte als Baron Byron einen erblichen britischen Adelstitel und lebte ein von Skandalen und Exil geprägtes Leben, das ihn durch Europa bis nach Griechenland führte. Dort schloss er sich dem griechischen Unabhängigkeitskampf an und starb 1824 in Missolunghi im Alter von 36 Jahren. Sein rastloses Leben und seine leidenschaftliche Lyrik machten ihn zur Verkörperung des „Byronischen Helden".

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