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Mangel an Verschwiegenheit

Spruchbild: Mangel an Verschwiegenheit entsteht meistens aus Mangel an Redestoff.

Mangel an Verschwiegenheit entsteht meistens aus Mangel an Redestoff.

Bedeutung

Jean Paul erklärt mangelnde Verschwiegenheit mit einem Mangel an Redestoff. Wer nichts Eigenes, Interessantes oder Harmloses zu sagen hat, greift leichter zu Geheimnissen anderer. Der Satz ist spöttisch, aber psychologisch treffend: Klatsch kann aus innerer Leere, Gesprächsnot oder dem Wunsch entstehen, Aufmerksamkeit zu gewinnen. Verschwiegenheit erscheint dadurch nicht nur als Tugend, sondern auch als Zeichen von Reife und genug innerem Inhalt im Gespräch selbst.

Verwendung

Passend für Texte über Diskretion, Klatsch, Freundschaft, Vertrauen oder berufliche Vertraulichkeit. Der Spruch eignet sich, wenn unbedachtes Reden mit feiner Ironie kritisiert werden soll. In persönlichen Konflikten sollte er vorsichtig eingesetzt werden, weil er direkt beschämend wirken kann und trifft.

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Über Jean Paul

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1763 - 1825

Jean Paul (1763–1825) war ein deutscher Dichter, dessen Werk zwischen Klassik und Romantik steht und der seinen Namen aus Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau wählte.

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Eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, wurde er in Wunsiedel geboren und starb 1825 in Bayreuth. Er nahm den französischen Vornamen Jean als Hommage an den Philosophen Jean-Jacques Rousseau an. Sein literarisches Schaffen lässt sich keiner der großen Epochen eindeutig zuordnen und verbindet Elemente der Weimarer Klassik mit denen der Romantik.

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Quadratisches Spruchbild: Mangel an Verschwiegenheit entsteht meistens aus Mangel an Redestoff.

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