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Beim Ratgeben sind wir alle weise

Spruchbild: Beim Ratgeben sind wir alle weise, aber blind bei eigenen Fehlern.

Beim Ratgeben sind wir alle weise, aber blind bei eigenen Fehlern.

Bedeutung

Der Satz benennt eine verbreitete Schieflage: Bei fremden Problemen erkennen Menschen Ursachen, Fehler und Auswege oft erstaunlich klar. Sobald es um das eigene Verhalten geht, wird der Blick unscharf. Stolz, Gewohnheit oder Angst vor Selbstkritik machen blind. Euripides erinnert daran, dass echte Weisheit nicht im klugen Rat an andere beginnt, sondern in der Fähigkeit, denselben Maßstab auf sich selbst anzuwenden. Die Pointe liegt in der unangenehmen Nähe zwischen Einsicht und Selbsttäuschung, die im Alltag ständig spürbar wird.

Verwendung

Passt zu Reflexionen über Selbsterkenntnis, Coaching, Freundschaft und ehrliche Kritik. Der Spruch kann eingesetzt werden, wenn jemand zwar anderen gute Hinweise gibt, aber die eigenen Muster übersieht. Er wirkt besonders treffend bei Themen wie Fehlerkultur und persönlicher Entwicklung. Besonders passend ist er, wenn gute Ratschläge leichter fallen als die Korrektur eigener Gewohnheiten.

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Über Euripides

Über den Autor

Dichter · Antik-Griechisch · 480 - 406 v. Chr.

Euripides (480–406 v. Chr.) war der jüngste der drei großen griechischen Tragödiendichter und schuf mit Medea und Die Bakchen Werke, die bis heute weltweit auf den Spielplänen stehen.

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Von rund 90 Tragödien des auf Salamis geborenen Dichters sind 18 erhalten – eine für die Antike ungewöhnlich hohe Überlieferungsquote. Zu seinen meistgespielten Stücken zählen neben Medea auch Iphigenie in Aulis und Elektra. Sein Leben endete 406 v. Chr. am makedonischen Hof in Pella, wo er die letzten Jahre verbrachte.

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