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Sprüche über Angeberei

73 Sprüche — Seite 2

Angeberei versucht Größe zu zeigen, wo innere Sicherheit oft gerade fehlt. Sie arbeitet mit Übertreibung, Lautstärke und dem Wunsch nach Wirkung und verrät damit mehr Unsicherheit, als sie verdecken kann. Darum wirkt dieses Thema zugleich komisch und unerquicklich, weil Schein hier wichtiger werden soll als Substanz.

Sprüche und Zitate zum Thema Angeberei lassen sich vielseitig einsetzen: als persönliche Widmung auf Karten, als Denkanstoß in Gesprächen, als Beschriftung von Fotos oder als tägliche Erinnerung an das, was wirklich zählt. Gute Zitate haben die Fähigkeit, einen Moment zu rahmen und ihm Bedeutung zu geben, die lange nachwirkt.

  1. Irgendeinen Gegenstand pflegt jeder Mensch zu haben, den er überschätzt und überschätzt sehen will.

    Adolph Freiherr von Knigge

  2. Man kann das Gefühl zu gefallen genießen, solange man sicher ist, nicht nur vor allem sich selbst zu gefallen.

    Giacomo Leopardi

  3. Der Hochmütige liebt die Nähe von Schmarotzern oder Schmeichlern, haßt aber die Edelgesinnten.

    Baruch de Spinoza

  4. Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehört, und das ist der Mut.

    Theodor Fontane

  5. Hochmut reitet zu Pferde aus und kehrt zu Fuß heim.

    Ulrich von Hutten

  6. Ruhige, stille Hochachtung ist mehr wert als Anbetung, Verehrung, Entzückung.

    Adolph Freiherr von Knigge

  7. Der Lorbeer und der Hochmut sind gefährlich.

    Adelbert von Chamisso

  8. Wer sich selber lobt, findet schnell seine Spötter.

    Publius Syrus

  9. Ein dummer Mann prahlt mit seiner Frau, ein kluger mit seinen Kindern.

  10. Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus lerne, sondern damit man wisse, dass der Verfasser etwas gewusst hat.

    Johann Wolfgang von Goethe

  11. Blasiertheit: Diese Krankheit ist unter uns weit verbreitet, wo Müßiggang und Überfluß schnell die Sinne abstumpfen und selbst die Jugend in eine Gleichgültigkeit versinken lassen, von der sie nicht …

    Friedrich Melchior Baron von Grimm

  12. Man prahlt eben mit dem, was man hat, und je weniger man hat, desto mehr neigt man wohl zum Prahlen.

    John Steinbeck

  13. Allein aus Freude am Sehen und ohne Hoffnung, seine Eindrücke und Erlebnisse mitteilen zu dürfen, würde niemand über das Meer fahren.

    Blaise Pascal

  14. Hochmut kostet mehr als Hunger, Durst und Kälte.

    Thomas Jefferson

  15. Was gibt es Törichteres als von seinen eigenen guten Eigenschaften bezaubert, von seinen eigenen Verdiensten entzückt zu sein?

    Erasmus von Rotterdam

  16. Unter die größten Entdeckungen, auf die der menschliche Verstand in den neuesten Zeiten gefallen ist, gehört meiner Meinung nach die Kunst, Bücher zu beurteilen, ohne sie gelesen zu haben.

    Georg Christoph Lichtenberg

  17. Wie schnell endlich stürzt unter einem Nachfolger das bodenlose Gebäude zusammen, welches sein größerer Vorgänger zu rasch und prunkend, mehr zu den Zwecken seiner eigenen Phantasie als für die Dauer …

    Johann Georg Adam Forster

  18. Aufgeblasenheit ist der zuverlässigste Schwimmgürtel im Strom des Lebens

    Wilhelm Raabe

  19. Zu jeder Zeit geht unter, was niedrig ist und faul. Stillschweigend schafft der Meister, der Stümper braucht das Maul.

    Carl Spitteler

  20. Mit einflussreichen Beziehungen zu prahlen, das sollte man jenen überlassen, die keine haben.

    Otto Weiss