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Sprüche über Angeberei

73 Sprüche — Seite 4

Angeberei versucht Größe zu zeigen, wo innere Sicherheit oft gerade fehlt. Sie arbeitet mit Übertreibung, Lautstärke und dem Wunsch nach Wirkung und verrät damit mehr Unsicherheit, als sie verdecken kann. Darum wirkt dieses Thema zugleich komisch und unerquicklich, weil Schein hier wichtiger werden soll als Substanz.

Sprüche und Zitate zum Thema Angeberei lassen sich vielseitig einsetzen: als persönliche Widmung auf Karten, als Denkanstoß in Gesprächen, als Beschriftung von Fotos oder als tägliche Erinnerung an das, was wirklich zählt. Gute Zitate haben die Fähigkeit, einen Moment zu rahmen und ihm Bedeutung zu geben, die lange nachwirkt.

  1. Das interessanteste Geschöpf der Zoologie ist der Fisch. Er wächst noch, während er längst verspeist ist. Wenigstens in den Augen des Anglers

    Ernest Miller Hemingway

  2. Dass die Menschen immer mehr sein wollen als sie sind, ist eine der stärksten Quellen unseres Elends.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  3. Das Wohlwollen des Stolzen ist schwerer zu ertragen, als sein Hass.

    Paul Olaf Bodding

  4. Mancher redet grosse Worte und gebraucht nur kleine Münzen.

  5. Ein Rezensent, das ist ein Mann, der alles weiß und gar nichts kann!

    Ernst von Wildenbruch

  6. Solche, die sich niemand aufdrängen, nennt man nicht etwa bescheiden, sondern hochmütig.

    Otto Weiss

  7. Viel Klagen hör ich oft erheben, vom Hochmut, den der Große übt; der Großen Hochmut wird sich geben, wenn unsre Kriecherei sich gibt.

    Gottfried August Bürger

  8. Manche interessiert an einem Gegenstand hauptsächlich das, was sie darüber sagen.

    Otto Weiss

  9. Bornierten Menschen sollte man nicht widersprechen. Widerspruch ist immerhin ein Zeichen von Anerkennung.

    Richard von Schaukal

  10. Der Ruhm, welcher von denen flieht, die ihn suchen, folgt denen nach, welche sich nicht um ihn bemühen.

    Jacob Christoph Burckhardt

  11. Der Erfolg hat viele Väter, der Misserfolg höchstens einen amtlich bestellten Vormund.

    Herbert Henry Asquith

  12. Auf andere herabzusehen macht kleiner und ärmer. Es geschieht von einem Standpunkt, von dem keine menschliche Wärme ausgeht und an den keine gelangt.

    Else Pannek

  13. Wer stolz auf Vorzüg' ist, fühlt irgend ein Gebrechen; Und wer sich brüsten mag, ist sich bewußt der Schwächen.

    Friedrich Rückert