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Sprüche über Dankbarkeit

284 Sprüche — Seite 13

Wer dankbar ist, sieht dieselbe Welt oft mit anderen Augen. Dankbarkeit verwandelt Selbstverständliches in etwas Kostbares und macht sichtbar, wie viel des Lebens Geschenk, Begegnung und unverdiente Gabe bleibt. Deshalb gehört dieses Thema zu den heilsamsten Formen innerer Sammlung.

Aus ihr wächst keine blinde Zufriedenheit, sondern ein wacher Blick für Wert und Verbundenheit. Dankbarkeit mildert Mangeldenken, vertieft Freude und verleiht selbst kleinen Erfahrungen jenes Gewicht, das im schnellen Alltag leicht verloren geht.

  1. Die Dankbarkeit ist die Tugend der Nachwelt

    Friedrich Vischer

  2. Verluste sind Quittungen nicht gezeigter Dankbarkeit

    Theodor Körner

  3. Unglückliche Menschen sind undankbare Menschen; das Glück wohnt niemals bei Undankbaren.

    Nikolaus B. Enkelmann

  4. Dankbar sein, dass es Misserfolg und Unglück gibt; sie sind Warnsignale, uns zu verändern.

    Nikolaus B. Enkelmann

  5. Eine Geliebte liebt man am meisten, eine Frau am besten und eine Mutter immer.

    Jean Antoine Petit-Senn

  6. Unendliches verdankt die Welt den Müttern.

    Johan Peter Uz

  7. Dank fordern für längst erwiesene Dienste? Erpressung!

    Otto Weiss

  8. Wer nicht Undank leiden kann, ist der Welt ein unnützer Mann.

    Georg Rollenhagen

  9. Dankbarkeit ist eine schöne Tugend, zieret das Alter und die Jugend; wen man undankbar nennen kann, dem hängen aller Laster an.

    Georg Rollenhagen

  10. Einige Leute murren immer, weil Rosen Dornen haben; ich bin dankbar, dass Dornen Rosen haben.

    Alphonse Karr

  11. Später Dank und späte Freuden gleichen der Wintersonne: sie wärmen wenig und wecken müde Kräfte

    Theodor Toeche-Mittler

  12. In Hoffnung schwört Ihr treuere Gelübde, als Ihr in Dank sie einlöst.

    Theodor Toeche-Mittler

  13. Die Liebe zu Gott ist rein, wenn Freude und Leid die gleiche Dankbarkeit einflößen

    Simone Weil

  14. Ich lege meinen Kopf in deinen Schoß, aus welchem ich hervorgegangen bin, und danke dir für mein Leben. Dein Kind.

    Paula Modersohn-Becker

  15. Wer ein Wohltat nicht mit Dankbarkeit vergilt, trübt selbst die Quelle sich, die ihm den Durst gestillt.

    Friedrich Julius Hammer

  16. Erwarte keine Dankbarkeit, wenn du einem Menschen Gutes tust, denn du hast seine Schwächen aufgezeigt.

    Kin Hubbard

  17. Dank ist eine seltene Gabe des selten gütigen Schicksals; aber an den steilen Höhen des Geschäftslebens, in seinen Morästen und Einöden muss man nie nach ihr botanisieren, sonst bringt man nur wunde F …

    Graf Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau

  18. Tränen der Dankbarkeit sind stumme Boten, die an die Himmelspforte der Vergeltung klopfen, und sie bleibt ihnen nicht verschlossen.

    Ludwig Bechstein

  19. Es kann kein Mensch dem andern etwas vollkommen recht machen, aber dankbar kann man doch sein. Und Dank ist ein Boden, auf dem die Freude gedeiht.

    Berthold Auerbach

  20. Die Dankbarkeit ist vor allen anderen Tugenden am meisten zu loben.

    Giovanni Boccaccio