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Sprüche über Ewigkeit

227 Sprüche — Seite 10

Wo menschliche Zeit an ihre Grenze stößt, beginnt die Vorstellung von Ewigkeit. In diesem Begriff verdichten sich religiöse Hoffnung, philosophisches Staunen und die Ahnung, dass nicht alles Wirkliche im Vergehen aufgeht. Deshalb gehört dieses Thema zu den großen Fragen zwischen Glaube, Endlichkeit und Sehnsucht.

Was sie so schwer fassbar macht, ist ihre Entzogenheit vom gewöhnlichen Maß des Lebens. Ewigkeit verweist auf Dauer ohne Ende und gibt vielen Gedanken über Sinn, Tod und Transzendenz ihren besonderen Ernst.

  1. Die Geizigen sind den Bienen zu vergleichen: sie arbeiten, als ob sie ewig leben würden.

    Demokrit

  2. Trachte nicht nach dem ewigen Leben, sondern schöpfe das Mögliche aus!

    Pindar

  3. Ist sie auch geistreich? Fragt ihr zumeist. Was wollt ihr denn? Herz heißt des Weibes Geist. Wird sie unendlich lieben können, dürft ihr getrost sie geistreich nennen.

    Friedrich Vischer

  4. Tugend und Freundschaft sind ewig verwandt; es knüpft sie beide ein himmlisches Band.

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  5. Menschlich und edel ist das Gute, göttlich und unsterblich aber das Schöne.

    Rupert Johann Hammerling

  6. Schreib ich für den Ruhm und für die Ewigkeit? Nein, zum Vergnügen meiner Freunde!

    Anna Luise Karsch

  7. Gott hat uns aus der Tiefe seines Herzens für eine Weile ins Leben gerufen und nimmt uns danach wieder in seinen ewigen Schoß zurück.

  8. Jeder Mensch wird im Reiche einen Engel haben, der mit ihm herrscht, und in der Unterwelt einen Dämon, der ihn straft.

    Thomas von Aquin

  9. Wisse das Dunkel, Wisse das Schwere, Doch über allem wisse das Licht! Ich sterbe, aber meine Liebe zu Euch stirbt nicht; Ich werde Euch vom Himmel herab lieben wie ich Euch auf Erden geliebt habe …

  10. Nicht ärgern, nur wundern. — Und das Wundern hört dann niemals auf.

    Else Pannek

  11. Du hast den Lebensgarten verlassen, doch deine Blumen blühen weiter.

  12. Die Folianten vergilben, der Städte gelehrter Glanz erbleicht, aber das Buch der Natur erhält jedes Jahr eine neue Auflage.

    Hans Christian Andersen

  13. Idole und Ideen sind wandelbar. Ideale allein sind unsterblich

    Ottokar Kernstock

  14. Das Herz und die Rose sind das einzig Unvergängliche

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  15. Könnte ich unsterblich sein, so wünschte ich es nur, um Unglückliche zu unterstützen.

    Maria Theresia von Österreich

  16. Die Zeit ist auch Ewigkeit. Die Ewigkeit, deren Flügelschläge die Menschen hören, deren Schläge sie zählen können.

    Jeremias Gotthelf

  17. Eine Welt in einem Sandkorn zu sehen und einen Himmel in einer Wildblume, die Unendlichkeit in einer Hand zu halten und die Ewigkeit in einer Stunde

    William Blake

  18. Karriere ist ein Pferd, das ohne Reiter vor dem Tor der Ewigkeit anlangt.

    Thomas Hobbes

  19. Vor der Ewigkeit ist alles nichtig.

    Michail Bakunin

  20. Heute liegt in aller Ewigkeit vor morgen.