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Sprüche über Ewigkeit

206 Sprüche — Seite 5

Wo menschliche Zeit an ihre Grenze stößt, beginnt die Vorstellung von Ewigkeit. In diesem Begriff verdichten sich religiöse Hoffnung, philosophisches Staunen und die Ahnung, dass nicht alles Wirkliche im Vergehen aufgeht. Deshalb gehört dieses Thema zu den großen Fragen zwischen Glaube, Endlichkeit und Sehnsucht.

Was sie so schwer fassbar macht, ist ihre Entzogenheit vom gewöhnlichen Maß des Lebens. Ewigkeit verweist auf Dauer ohne Ende und gibt vielen Gedanken über Sinn, Tod und Transzendenz ihren besonderen Ernst.

  1. Heilig ist die Sternenzeit, öffnet alle Grüfte, strahlende Unsterblichkeit wandelt durch die Lüfte

    Gottfried Keller

  2. Für sich selbst ist jeder unsterblich; er mag wissen, dass er sterben muss, aber er kann nie wissen, dass er tot ist

    Samuel Butler

  3. In eine glückliche Beschäftigung versunken, empfinden wir einen flüchtigen Vorgeschmack der Ewigkeit

    José Ortega y Gasset

  4. Die Liebe vergrößert und verschönt die Dinge, sie gibt ihnen den Atem der Unvergänglichkeit.

    Paul Bertololy

  5. Die Liebe ist ein Kind der Ewigkeit. Sie verwischt die Erinnerung an den Anfang und nimmt die Angst vor dem Ende.

    Germaine Madame de Stael

  6. Energie ist ewige Freude

    William Blake

  7. Die Todesstunde ist die Geburt zu einem neuen Leben.

  8. Manche Bücher sind länger, als sie scheinen. Sie haben in der Tat kein Ende. Die Langeweile, die sie erregen, ist wahrhaft absolut und unendlich.

    Novalis

  9. Die Seele hat zwei Augen: das eine schaut auf die Zeit, das andere richtet sich in die Ewigkeit.

    Angelus Silesius

  10. Es geht eine große und ewige Schönheit durch die ganze Welt, und diese ist gerecht über den kleinen und großen Dingen verstreut.

    Rainer Maria Rilke

  11. Blüh denn, leuchte goldner Baum! Erdentraum und Himmelstraum, blüh' und leucht' in Ewigkeit durch die arme Zeitlichkeit.

    Ernst Moritz Arndt

  12. Die Menschheit ist die Unsterblichkeit der sterblichen Menschen.

    Ludwig Börne

  13. Du hast gewirkt, du hast geschafft, bis ganz erlahmte Deine Kraft. Nun ruhen Deine fleissigen Hände, die immer gern für uns bereit, wir danken Dir's in Ewigkeit.

  14. Gerechtigkeit ist vorübergehend, aber das Gewissen ist ewig.

    Martin Luther

  15. Mit dem Hunger nach der Unendlichkeit wird der Mensch geboren; er spürt ihn früh; aber wenn er in die Jahre des Verstandes kommt, erstickt er ihn meistens leicht und schnell.

    Wilhelm Raabe

  16. Dich liebt' ich immer, Dich lieb ich noch heut und werde dich lieben in Ewigkeit.

    Ludwig Uhland

  17. Die Quelle des Ideals ist der heiße Durst nach Ewigkeit, die Sehnsucht nach Gott, also das Edelste unsrer Natur.

    Friedrich von Schlegel

  18. Mutterliebe ist ein ehern Band, das ewig schmerzend bindet.

    Felix Dahn

  19. Wie nutzlos, durch dieses Leben zu wandern, wär's nicht die Brücke zu einem andern

    Friedrich von Bodenstedt

  20. Mögest du nichts in dein Herz aufnehmen, was dir deinen Anteil an der ewigen Seligkeit des Himmels nimmt.