Sprüche und Zitate von François de la Rochefoucauld
123 Zitate — Seite 6
Über den Autor
Schriftsteller · Französisch · 1613 - 1680
François de la Rochefoucauld (1613–1680) war ein französischer Adeliger und Militär, der mit seinen Aphorismen als einer der Hauptvertreter der französischen Moralisten gilt.
Mehr auf WikipediaMit dem Glück muß man es machen wie mit der Gesundheit: Es genießen, wenn es günstig ist, Geduld haben, wenn es ungünstig ist, und zu gewaltsamen Mitteln nur im äußersten Notfall greifen.
✦ 3.6Aus manchen schwierigen Lebenslagen kann man sich nur mit ein wenig Tollheit retten.
✦ 3.6Würde ist eine körperliche Kunst, erfunden, um die Mängel des Geistes zu verbergen.
✦ 3.6Wer den Pflichten der Dankbarkeit nachkommt, darf sich nicht einbilden, dankbar zu sein.
✦ 3.6Die Unerschütterlichkeit der Weisen ist nichts anderes als die Kunst, Stürme in ihrem Herzen zu verschließen.
✦ 3.5Man darf sich nicht kränken, wenn uns andere nicht die Wahrheit sagen: denn wir sagen sie uns oft selber nicht
✦ 3.5Oft beklagen wird das Unglück unserer Feinde mehr aus Stolz als aus Mitleid. Um ihnen zu zeigen, dass wir erhaben über sie sind, geben wir ihnen Beweise unseres Mitleids
✦ 3.5Es ist leichter, anderen mit Weisheiten zu dienen, als sich selbst.
✦ 3.5Wer glaubt, dass er auf alle Welt verzichten könnte, täuscht sich. Aber wer glaubt, dass man auf ihn verzichten könnte, täuscht sich noch viel mehr.
✦ 3.5Das Gemüt hat mehr Mängel als der Verstand.
✦ 3.4Schmeichelei ist eine falsche Münze, die ihren Kurswert nur durch unsere Eitelkeit erhält.
✦ 3.4Nichts schmeichelt mehr unserm Stolz als das Vertrauen der Großen, weil wir es für eine Wirkung unseres Verdienstes halten. Wir vergessen, dass es sehr oft aus Eitelkeit oder aus dem Unvermögen entspr …
✦ 3.3Jugend ist beständige Trunkenheit: sie ist das Fieber der Vernunft.
✦ 3.3Die Bescheidenheit ist wie die Enthaltsamkeit: man würde wohl gerne mehr essen, fürchtet aber, dass es einem übel bekommt
✦ 3.3Lob ablehnen heißt: zweimal gelobt sein wollen.
✦ 3.2Kleine Fehler geben wir gern zu, um den Eindruck zu erwecken, wir hätten keine großen
✦ 3.1Um immer gut zu sein, ist es erforderlich, dass die anderen glauben, dass sie uns gegenüber niemals ungestraft böse sein dürfen
✦ 3.0Nicht immer sind es Mut und Keuschheit, die die Männer mutig machen und die Weiber keusch.
Das Alter ist ein Tyrann, der bei Lebensstrafe alle Vergnügungen der Jugend verbietet.
Man findet Mittel, um den Wahnsinn zu heilen, aber keine, um Verschrobene wieder normal zu machen.