Sprüche über Haus
186 Sprüche — Seite 8
Ein Haus ist mehr als ein Bau aus Wänden und Dach. Es kann Schutzraum, Erinnerungsort, Mittelpunkt des Alltags und Ausdruck von Geborgenheit sein und gewinnt dadurch eine Bedeutung, die weit über bloßes Wohnen hinausgeht. Deshalb berührt dieses Thema Heimat, Ordnung und Nähe zugleich.
Sein eigentlicher Wert entsteht dort, wo Menschen darin leben, lachen, streiten und sich aufgehoben fühlen. Ein Haus wird nicht durch Größe bedeutsam, sondern durch die Wärme und Verlässlichkeit, die es seinen Bewohnern schenkt.
Wo eine Mutter im Haus ist, gedeiht alles wohl
— Amos Bronson Alcott
Sankt Nikolaus, komm uns besuchen, bring Pfeffernüsse, Honigkuchen. Ich bitte dich von Herzen drum, geh nicht um unser Haus herum. Ich möcht' von deinen reichen Gaben doch auch etwas Schönes habe …
Durch Glückes Rühmen kam Unglück ins Haus.
Wer sein Holz um Christmett fällt, dem sein Haus wohl zehnfach hält. (24. Dez.)
Gibst du viel im kleinen aus, kommst du bald um Hof und Haus.
Das Glück gleicht oft dem Schlingel, der nachts vor deinem Haus zum Scherz reißt an der Klingel, und dann kneift aus. Wir über solches Treiben sich ärgert, ist ein Tor. Du musst ans Haus nur schr …
Über des Gottlosen Haus streut Gott Schwefel aus.
Wenn die Henne nicht scharrt wie der Hahn, kann der Haushalt nicht bestahn.
Bereitet man den Hühnern nicht beizeiten ein Bett, so legen sie in die Nesseln.
Auch ein Sperling findet ein Haus für sich.
Die Hure kommt schnell ins Haus, aber langsam heraus.
Kinderland, du Zauberland, Haus und Hof und Hecken. Hinter blauer Wälderwand spielt die Welt verstecken.
— Detlef von Liliencron
Geist ist keinesfalls, was man im Haushalt braucht.
— Jean-Baptiste Molière
Der Vater ist der Gast im Hause.
Eine häßliche Frau ist der beste Zaun um den Garten.
— Denis Diderot
Ohne Winkel kann man kein Haus bauen, und ohne Sprichwörter keine Rede halten
Zu Haus ist zu Haus, und sei es unter dem Halme !
Wenn die Scheune brennt, ist das Haus in Gefahr.
Wer sein Haus verkaufen will, der schmücke es.
Das Glück gleicht oft den reichen, verschenderischen Frauen, welche die Häuser ruinieren, denen sie eine große Mitgift zugebracht haben.
— Nicolas Chamfort