Sprüche über Himmel
136 Sprüche — Seite 3
Kaum ein Bild verbindet Weite, Höhe, Trost und Geheimnis so stark wie der Himmel. Er steht für Ferne und Transzendenz, für Schönheit und Hoffnung und wird deshalb in Sprache und Dichtung oft zum Sinnbild für das, was über das Irdische hinausweist. Darum besitzt dieses Thema eine besondere poetische Kraft.
Sein Reiz liegt darin, dass der Himmel zugleich sichtbar und unerreichbar bleibt. In ihm begegnen sich Naturerfahrung, religiöse Ahnung und das Bedürfnis, das Große und Freie über dem eigenen Dasein zu denken.
Gott läßt sich keinen Baum in den Himmel wachsen.
Wir werden Frieden finden, wir werden den Engeln lauschen und den Himmel sehen - funkelnd von Diamanten.
— Anton Tschechow
Zart ist der Faden der Freundschaft, doch unzertrennlich wie jede Kette, die Himmel und Meer und die Gestirne umschlingt, aber auch dehnbar wie Gold, er windet in lieblichen Knoten selbst um die Freun …
— Novalis
Wer den Himmel auf Erden sucht, hat im Erdkundeunterricht geschlafen.
Wen der Himmel liebt, dem schickt er einen Freund.
Sobald das Geld im Kasten klingt, alsbald die Seel in Himmel springt.
Betrübnisse sind die Sprossen der Leiter, die zum Himmel führen.
In einer guten Ehe fügen sich Himmel und Erde zusammen.
Zart ist der Faden der Freundschaft. Doch unzertrennlich wie jene Kette, die Himmel und Meer und die Gestirne umschlingt.
— Novalis
Dem Tyrannen steht es wohl an, religiöse Ergebung zu predigen, und die, denen er auf Erden kein Plätzchen verstatten will, an den Himmel zu verweisen.
— Johann Gottlieb Fichte
Der Himmel bewahr dich vor Wetter und Wind, und vor angeblichen Freunden, die keine sind.
Es gibt keinen Weg in den Himmel und kein Tor in die Erde.
Die Kunst gehört keinem Lande an, sie stammt vom Himmel
— Michelangelo
Die Lieb ists schnellste Ding, sie kann für sich allein in einem Augenblick im höchsten Himmel sein.
— Angelus Silesius
Vielleicht wird der Himmel den Laien gehören, aber diese Welt gehört ganz bestimmt den Klerikern.
— George Moore
Der Garten ist ein anderer Himmel mit Sternen aus Blumen.
Dass der Himmel euch bewahre weiterhin vor Not und Sorgen, so wie gestern, so auch morgen, übermorgen, immerdar, wünsche ich dem Jubelpaar.
Denn Lieb' ist Wunder, Lieb' ist Gnade, die wie der Tau vom Himmel fällt.
— Franz Emanuel August Geibel
Vom Himmel in die tiefsten Klüfte ein milder Stern herniederlacht; vom Tannenwalde steigen Düfte und hauchen durch die Winterlüfte, und kerzenhelle wird die Nacht.
— Theodor Storm
Verzweifle niemals. Die Tage vergehen wie das im Wind fliegende Herbstlaub, und die Tage kehren wieder mit dem reinen Himmel und der Pracht der Wälder. Aufs Neue wird jedes Samenkorn erweckt, …