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Sprüche über Irrtum

293 Sprüche — Seite 7

Was für wahr gehalten wird, erweist sich nicht selten später als trügerisch oder unvollständig. Ein Irrtum gehört deshalb zu den ernüchterndsten, aber auch lehrreichsten Erfahrungen des Denkens, weil er Selbstgewissheit erschüttert und den Blick schärfen kann. Darin liegt seine unbequeme, oft heilsame Kraft.

Nicht jeder Fehler ist bloß ein Makel, manche Irrtümer öffnen erst den Weg zu größerer Klarheit. Wer sie erkennt, gewinnt Bescheidenheit und Urteilskraft, weil Einsicht meist dort reift, wo falsche Sicherheiten aufgegeben werden müssen.

  1. Keiner irrt nur für sich, sondern er ist auch Grund und Urheber vom Irren anderer.

    — Seneca

  2. Wenn man's versucht, so geht's. das heißt: Mitunter, doch nicht stets.

    — Wilhelm Busch

  3. Man verirrt sich nie so leicht, als wenn man glaubt, den Weg zu wissen. Nichts missglückt so schnell, als wenn man keine Schwierigkeiten sieht.

  4. Ja, renn nur nach dem Glück, doch renne nicht zu sehr. Denn alle rennen nach dem Glück, das Glück rennt hinterher. Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht anspruchslos genug, drum ist all sein Str …

    — Bertolt Brecht

  5. Nicht die Erkenntnis gehört zum Wesen der Dinge, sondern der Irrtum.

    — Friedrich Nietzsche

  6. Lustige Leute begehen mehr Torheiten als traurige. Aber traurige Menschen begehen größere

    — Heinrich von Kleist

  7. Der Glaube, Lernen sei etwas, was aufhört, sobald man erwachsen ist, ist ein Irrglaube

  8. Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

    — Konfuzius

  9. Man fällt anderen oft lästig, wenn man glaubt, ihnen nie zur Last fallen zu können.

    — François de la Rochefoucauld

  10. Unsere kleinen Irrtümer und die kleinen Schwächen sind es, die uns gegenseitig liebenswert machen.

    — Johann Wolfgang von Goethe

  11. In dem großen Strudel von Kräften steht der Mensch und bildet sich ein, jener Strudel sei vernünftig und habe einen vernünftigen Zweck: Irrtum!

    — Friedrich Nietzsche

  12. Es ist nicht sehr menschenfreundlich, wenn man von einem Gegner das Schlimmste erwartet, aber es ist selten falsch.

    — Charles de Talleyrand

  13. Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.

    — Immanuel Kant

  14. Gelegentlich führt uns erst ein Fehler auf den richtigen Weg

    — Konrad Adenauer

  15. Freiheit ist Befreiung von der Illusion, der Täuschung der Persönlickeit.

    — Leo Tolstoi

  16. Wir suchen unser Ideal vor uns, während es hinter uns liegt.

    — Leo Tolstoi

  17. Die Wahrheit gehört dem Menschen, der Irrtum der Zeit an.

    — Johann Wolfgang von Goethe

  18. Nützlich ist uns oft ein Feind: Er dient, wenn er zu schaden meint.

    — Magnus Gottfried Lichtwer

  19. Gehen lernt man durch Stolpern.

  20. Der Stein der Weisen sieht dem Stein der Narren zum Verwechseln ähnlich.

    — Joachim Ringelnatz