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Sprüche über Kunst

419 Sprüche — Seite 16

Mehr als Verzierung oder bloßer Zeitvertreib ist Kunst eine Form, das Unsichtbare sichtbar zu machen. In ihr finden Empfindung, Idee und Gestaltung zueinander und schaffen Werke, die berühren, stören, erheben oder neu sehen lehren. Deshalb gehört dieses Thema zu den großen Ausdrucksformen menschlicher Kultur.

Ihre eigentliche Kraft liegt darin, dass sie nicht nur abbildet, sondern Wirklichkeit verwandelt. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Kunst als Raum von Schönheit, Freiheit und Deutung, in dem das Leben eine verdichtete und oft überraschende Gestalt annimmt.

  1. Ich male schöne Bilder, weil es schon genug Hässliches auf der Welt gibt.

    Auguste Renoir

  2. Unter der Tonkunst schwillt das Meer unseres Herzens auf wie unter dem Mond die Flut.

    Jean Paul

  3. Musik ist die Poesie der Luft.

    Jean Paul

  4. Das Zubehör eines Sängers: Ein großer Brustkorb, ein großer Mund, neunzig Prozent Gedächtnis, zehn Prozent Intelligenz, sehr viel schwere Arbeit und ein gewisses Etwas im Herzen.

    Enrico Caruso

  5. Der Sinn der Kunst ist nicht, Übereinstimmung hervorzurufen, sondern zu erschüttern.

    Wilhelm Hasenclever

  6. Der Künstler soll seine Kunst rein halten wie der Geistliche seine Kirche, der Lehrer seine Schule, sonst begeht auch er "ein Verbrechen im Amt".

    Paul Keller

  7. Gerade der schöpferische Mensch wird immer auf die Natur zurückgreifen, um menschliche Formeln durch neues Leben zu erfüllen oder zu sprengen

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  8. Staatskunst ist die kluge Anwendung persönlicher Niedertracht für das Allgemeinwohl

    Abraham Lincoln

  9. Alle Kunst praktischer Erfolge besteht darin, alle Kraft zu jeder Zeit auf einen Punkt - auf den wichtigsten - zu konzentrieren.

    Ferdinand Lassalle

  10. Jedes Gedicht soll mit seiner Blüte in die Zukunft reichen, die Wurzel aber muss in der Gegenwart haften.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  11. Wenn du denkst, dass das Publikum sich langweilt, dann spiele langsamer, nicht schneller.

    Gustav Mahler

  12. Vielen wahren Büchern geht es wie den Goldklumpen in Irland. Sie dienen lange Jahre, nur als Gewichte.

    Novalis

  13. Andere Leute sind hungrig, aber ein Künstlergemüt ist ewig durstig.

    Franz Emanuel August Geibel

  14. Nur die Künstler verderben die Kunst.

    Franz Grillparzer

  15. Die Kunst selbst ist Religion.

    Karl Friedrich Schinkel

  16. Die Kunst des schönen Gebens wird in unserer Zeit immer seltener, in demselben Maße, wie die Kunst des plumpen Nehmens, des rohen Zugreifens täglich allgemeiner gedeiht.

    Christian Johann Heinrich Heine

  17. Die Erfahrung hat gelehrt, dass die Gesamtstimme des Publikums beinahe immer gerecht sei.

    Karl Maria von Weber

  18. Mit Hilfe der göttlichen Tonkunst läßt sich mehr ausdrücken und ausrichten als mit Worten.

    Karl Maria von Weber

  19. Über Rosen läßt sich dichten, in die Äpfel muß man beißen.

    Karl Maria von Weber

  20. Ein gesunder Mensch wird immer rot, wenn er ein Gedicht gemacht hat.

    Frank Wedekind