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Sprüche über Kunst

398 Sprüche — Seite 18

Mehr als Verzierung oder bloßer Zeitvertreib ist Kunst eine Form, das Unsichtbare sichtbar zu machen. In ihr finden Empfindung, Idee und Gestaltung zueinander und schaffen Werke, die berühren, stören, erheben oder neu sehen lehren. Deshalb gehört dieses Thema zu den großen Ausdrucksformen menschlicher Kultur.

Ihre eigentliche Kraft liegt darin, dass sie nicht nur abbildet, sondern Wirklichkeit verwandelt. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Kunst als Raum von Schönheit, Freiheit und Deutung, in dem das Leben eine verdichtete und oft überraschende Gestalt annimmt.

  1. Politik ist Kunst des Umganges auf höherer Stufe.

    Hugo von Hofmannsthal

  2. Alles auf der Welt hat sein zweites Gesicht: die Natur, die Kultur, die Religion, die Kunst, die Politik, die Liebe, alles, alles. Wer das nicht weiß, ist glücklich, ich weiß es.

    Hermann Löns

  3. Die Kunst hat nicht die Aufgabe, die Menschen über die Beschaffenheit der Wirklichkeit zu belehren, sondern sie hat die einzige Aufgabe, ihnen das Schöne vorzuführen.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  4. Angst ist die Handmaid der Kreativität.

    Abraham Cowley

  5. Wein ist Poesie in Flaschen.

    Robert Louis Stevenson

  6. Die Kunst, reich zu werden, ist im Grunde nichts anderes, als die Kunst, sich des Eigentums anderer Leute mit ihrem guten Willen zu bemächtigen.

    Christoph Martin Wieland

  7. Der Mann, den seine Freunde, seine Künste und Wissenschaften verlassen haben, findet noch ein Asyl in seiner Familie und eine Freundin in seiner Frau.

    Bogumil Goltz

  8. Der Gelehrte ist der Schatz des Reiches, der Literat eine Perle an der Gästetafel.

  9. Ein Garten ist ein Gegenstand der Kunst allein.

    Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau

  10. Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten wie ein Maler von seinem Bilde

    Christian Morgenstern

  11. Auch schlechte Künstler haben gute Gründe und Absichten.

    Robert Musil

  12. Die Kunst duldet keine Vorbehalte, sondern fordert und ist ein einziges großes, freudig-schmerzliches und immer bedingungsloses Opfer.

    Anton Wildgans

  13. Die Kunst ist in steter Wandlung begriffen. Zeitlose Kunst gibt es nicht, aber die Zeit umspannt das Gestern und das Morgen.

    Ernst von Dombrowski

  14. Die Kunst kennt keine Mittelstraße, sie kennt nur vollendete oder verfehlte Werke.

    Heinrich von Treitschke

  15. Im Augenblick, wo der echte Künstler schafft, hat er weder Weib noch Kind und am allerwenigsten Freunde.

    Wilhelm Raabe

  16. Bewahre deine Liebe zur Natur, denn das ist der richtige Weg zu immer besserem Kunstverständnis.

    Vincent van Gogh

  17. Kochen ist eine Kunst und eine gar edele.

    Henriette Davidis

  18. Ein Künstler, der nicht eitel ist, gleicht einem Weibe, das nicht gefallen will. Beide sind langweilig.

    Heinrich Laube

  19. Die Kunst des Regierens erfordert mehr Charakter als Verstand.

    Thomas Edward Lawrence

  20. Analyse ist nicht die Sache des Dichters. Sein Beruf ist zu malen, nicht zu sezieren.

    Thomas Babington Macaulay