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Sprüche über Seele

594 Sprüche — Seite 9

Was den Menschen im Innersten bewegt, lässt sich nur selten vollständig benennen und wird doch seit jeher mit dem Bild der Seele umschrieben. In ihr sammeln sich Sehnsucht, Verletzlichkeit, Tiefe und jene stille Wahrheit, die jenseits äußerer Rollen liegt. Deshalb wirkt dieses Thema zugleich geheimnisvoll und unmittelbar vertraut.

Ihre Sprache ist leiser als die des Verstandes und oft beständiger als flüchtige Stimmung. Die Sprüche zu diesem Thema geben inneren Regungen Form und machen sichtbar, wie sehr Trost, Einsamkeit, Würde und Hoffnung zum seelischen Leben eines Menschen gehören.

  1. Alles, was die Seele durcheinanderrüttelt, ist Glück

    — Arthur Schnitzler

  2. Die Freude finden wir nicht in den Dingen, sondern in der Tiefe unserer Seele.

    — Theresia von Lisieux

  3. Im Herzen eines Menschen ruht der Anfang und das Ende aller Dinge

    — Leo Tolstoi

  4. Auf jedes Menschen Angesicht liegt leise dämmernd ausgebreitet ein sanfter Abglanz von dem Licht des Sternes, der sein Schicksal leitet. Der Genius der Harmonie wird dich mit seinen Wundertönen …

    — Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  5. Sache der Seele aber ist es, die innere Heiterkeit so lange und immer in dem Grade zu erhalten, als es möglich ist

    — Wilhelm von Humboldt

  6. Es ist unglaublich, wieviel Kraft die Seele dem Körper zu leihen vermag.

    — Wilhelm von Humboldt

  7. Feinden verzeihen, heißt nicht kleinmütig sein, sondern eine starke Seele besitzen.

  8. Die Liebe wertet ihr Objekt, der Hass entwertet es. Liebe ist Ausströmung inneren Wertens, Hass Ausströmung innerer Wertlosigkeit. Die Liebe beseelt, der Hass entseelt.

    — Ferdinand Ebner

  9. Anmut ist ein Ausströmen der inneren Harmonie.

    — Marie von Ebner-Eschenbach

  10. Um die Seele zu füllen, muss sie erst entleert werden.

    — Thukydides

  11. Die einfachen Freuden der Seele sind die süßesten. Sie lassen sich nicht motivieren, zergliedern, deuten, beschreiben, sie sind als Elemente unseres Glücksgefühls unzerlegbar und eben darum so mächt …

    — Paul Keller

  12. Die Zeit ist die Seele der Welt

  13. Die Seele eines Verliebten ist nie zu Hause

    — Karl Friedrich Wilhelm Wander

  14. Die größte und dauerhafteste Revolution, die wir kennen, fand statt, als der Mensch seine Seele entdeckte und lernte, dass jede Seele für sich allein einen individuellen Wert hat.

    — John Steinbeck

  15. Großer Gott, lass meine Seele zur Reife kommen, ehe sie geerntet wird

    — Selma Lagerlöf

  16. Nur wer gegen sich selbst milde ist, kann es auch gegen andere sein

    — Anatole France

  17. Das Wetter und meine Launen haben wenig miteinander zu tun. Ich trage meine Nebel und meinem Sonnenschein in meinem Inneren.

    — Blaise Pascal

  18. Die Empfindungen sind die Vokale, die Gedanken die Konsonanten der Sprache des Inneren

    — Franz Grillparzer

  19. Müßiggang ist der Feind der Seele.

    — Benedikt von Nursia

  20. Deine Seelenruhe lässt sich stören durch des Pöbels Stimme, die nie recht urteilt, nie die Dinge bei ihrem rechten Namen nennt?

    — Francesco Petrarca