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Sprüche über Selbstentwicklung

611 Sprüche — Seite 16

Kein reifes Leben entsteht von selbst. Selbstentwicklung meint den langen Prozess, an Erfahrungen zu wachsen, sich zu prüfen, Gewohnheiten zu verändern und dem eigenen Wesen nach und nach eine bewusstere Form zu geben. Darum gehört dieses Thema zu den anspruchsvollsten und zugleich fruchtbarsten Bereichen menschlicher Lebenskunst.

Ihr Kern liegt nicht in äußerer Optimierung, sondern in Ehrlichkeit, Disziplin und innerer Beweglichkeit. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Entwicklung oft mit Verzicht, Geduld und unbequemen Einsichten beginnt und gerade darin den Weg zu größerer Freiheit und Klarheit eröffnet.

  1. Ziel des Lebens ist Selbstentwicklung. Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen, das ist unsere Bestimmung.

    Oscar Wilde

  2. Was der Mensch aus sich macht, das ist er.

    Adolph Kolping

  3. Die Willensfreiheit haben viele im Munde, im Geist aber wenige

    Dante Alighieri

  4. Das Leid ist das schnellste Pferd zur Vollkommenheit.

    Eckhart von Hochheim

  5. Wir müssen aus dem Schlafe erwachen und unsere Verantwortung sehen

    Albert Schweitzer

  6. Die Pflicht gegen sich selbst besteht darin, dass der Mensch die Würde der Menschheit in seiner eigenen Person bewahre.

    Immanuel Kant

  7. Seine Freude zu erobern, ist mehr wert, als sich seinem Schmerz zu überlassen.

    André Gide

  8. Niemand ist zufällig gut, die Tugend muss man lernen.

    Seneca

  9. Jeder von uns ist sein eigener Teufel, und wir machen uns diese Welt zur Hölle.

    Oscar Wilde

  10. Großer Schmerz und große Lust bilden Menschen am besten

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  11. Wer bescheiden ist, muß dulden, Und wer frech ist, der muß leiden; Also wirst du gleich verschulden, Ob du frech seist, ob bescheiden.

    Johann Wolfgang von Goethe

  12. Es gibt Gefahren, denen zu entfliehen nicht Feigheit ist, sondern höchster Mut, die Kraft, sich selbst zu besiegen.

    Berthold Auerbach

  13. Ein Buch hat oft auf eine ganze Lebenszeit einen Menschen gebildet oder verdorben.

    Johann Gottfried Herder

  14. Was für eine Philosophie man wähle, hängt davon ab, was für ein Mensch man ist.

    Johann Gottlieb Fichte

  15. Die Ausübung der Kunst ist ein großer Teil meines Ichs, es ist mir die Luft, in der ich atme

    Clara Schumann

  16. Einsamkeit, verbunden mit einem klaren, heiteren Bewußtsein ist, ich behaupte es, die einzig wahre Schule für einen Geist von edlen Anlagen.

    Gottfried Keller

  17. Wer sich mit Liebe wappnet, überwindet Zorn, Elend, Übermacht und Missgeschick.

    Michelangelo

  18. Jede Stufe der Bildung fängt mit Kindheit an. Daher ist der am meisten gebildete Mensch dem Kind so ähnlich.

    Novalis

  19. Vom Leid werden wir nur dadurch geheilt, dass wir es in seiner ganzen Tiefe erfahren

    Marcel Proust

  20. Nur wer Ballast abwirft hat Elan für die Zukunft