Sprüche über Tränen
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Was Worte nicht mehr tragen können, findet oft in Tränen seinen Ausdruck. Sie sind Zeichen von Schmerz, Erleichterung, Liebe, Ohnmacht oder stiller Rührung und gehören damit zu den unmittelbarsten Formen menschlicher Wahrhaftigkeit. Deshalb berührt dieses Thema Herz und Erinnerung auf besondere Weise.
In ihnen zeigt sich, dass das Innere nicht immer durch Begriffe gebändigt werden kann. Tränen machen Verletzlichkeit sichtbar und öffnen zugleich einen Raum, in dem Trost, Nähe und Entlastung überhaupt erst möglich werden.
Einer nach dem anderen geht heim. Unfruchtbare Tränen weinen wir ihnen nach, bis auch wir abgehn.
— Christian Johann Heinrich Heine
Gar mancher schleicht betrübt umher; sein Knopfloch ist so öd und leer.
— Wilhelm Busch
Die Tränen lassen nichts gelingen. Wer schaffen will, muss fröhlich sein.
— Theodor Fontane
Solange sie Tränen hat, bekommt die Frau ihren Willen.
Man muss die Menschen bei ihrer Geburt beweinen, nicht bei ihrem Tode.
— Blaise Pascal
Geld macht nicht glücklich, aber es weint sich leichter.
Tränen sind wie Perlen. Man weiß nie, ob sie echt sind.
Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben.
Nur der verwandte Schmerz entlockt uns die Träne, und jeder weint eigentlich für sich selbst
— Christian Johann Heinrich Heine
Und die Sonne trug Trauer, vom Himmel fielen Tränen, der Wind schwieg und die Tiere verstummten, denn es war ein Engel, der in Liebe starb.
Gott hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu trösten alle Trauernden. Die in Trauerkleidung herumgehen sollen wieder Gewänder des Lebens …
Natürliche Trauer verlangt nach außen geweinte Tränen.
Oftmals wollt' ich schon verzagen und ich dacht' ich trag es nie und ich hab es doch getragen, aber, fragt mich bloß nicht, wie!
Die Tränen einer Witwe werden vom ersten Wind getrocknet
Frauentränen kosten nichts und bringen viel ein.
Man möchte weinen, wenn man sieht, dass dies das Ende von dem Lied.
— Wilhelm Busch
Ein Mann muss scheiden, eh ins Aug ihm die Tränen treten.
— Christian Friedrich Hebbel
Von dir, oh Liebe, nehm ich an den Kelch der bittern Leiden; Nur einen Tropfen dann und wann, nur einen deiner Freuden! So wird dein Kelch, oh Liebe, mir wie Feuerbecher glänzen; Auch unter Tränen …
— Johann Georg Jacobi
Die Tränen sind des Schmerzes heilig Recht
— Franz Grillparzer
Der Mensch wird schwerlich hundert Jahre alt, doch seine Tränen könnten die Lebenszeit von tausend füllen