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Sprüche über Ungerechtigkeit

119 Sprüche — Seite 4

Nichts wird von Kindern wie von Erwachsenen so schnell und so scharf empfunden wie Ungerechtigkeit. Sie verletzt das Vertrauen darauf, dass Leistung, Bedürftigkeit oder Würde angemessen wahrgenommen werden, und hinterlässt deshalb oft tiefe Bitterkeit. Darum gehört dieses Thema zu den empfindlichsten Fragen des Zusammenlebens.

Ihre Schärfe liegt darin, dass Ungerechtigkeit nicht nur äußeren Schaden anrichtet, sondern auch das Gefühl für Ordnung und Zugehörigkeit erschüttert. Wo sie sich häuft, wachsen Ohnmacht, Zorn und Misstrauen gegen die Welt.

  1. Erziehung läuft auf zweierlei hinaus: Ungerechtigkeiten erdulden und Langeweile ertragen lernen.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  2. Wahrhaft ungütig sind wir nur gegen Menschen, von denen wir wissen, dass sie uns niemals verloren gehen können.

    Arthur Schnitzler

  3. In eigener Sache ist man immer der mildeste Richter

  4. Mach einen Freund nicht einem Bruder gleich, doch wenn, tu ihm als Erster nicht ein Unrecht an.

  5. Das erste, was Kinder in der Schule lernen, ist, dass andere Kinder mehr Taschengeld bekommen als sie.

  6. Erfolge nehmen alle in Anspruch, Misserfolge werden einem einzigen zugeschrieben.

    Sophokles

  7. Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht

    Marie von Ebner-Eschenbach

  8. Der Gerechte ist am wenigsten zu erschüttern; der Ungerechte ist von höchster Erschütterung durchdrungen.

    Epikur

  9. Eine Frau, die heute in einem wissenschaftlichen Beruf ebensoviel leistet wie ein Mann, muss zehnmal tüchtiger sein als dieser, weil sie zehnmal mehr Schwierigkeiten zu überwinden hat.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  10. Der eine hat Glück, der andre sät darauf.

  11. Wer ein Vergehen übergeht, lädt zu neuen Fehltritten ein.

    Publius Syrus

  12. Man tut den Frauen Unrecht, wenn man sagt, sie würden immer zu spät fertig; es ist nicht wahr: sie fangen immer nur zu spät an.

    Gottlieb Moritz Saphir

  13. Wer einen Stein verrückt am Bau des Rechtes, wirft das Haus zusammen.

    Friedrich Halm

  14. Einer, dessen Herz von Eifersucht verzehrt wird, ist niemals gerecht.

    George Sand

  15. Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein, um sicher Unrecht zu tun, muss man die Rechte studiert haben.

    Georg Christoph Lichtenberg

  16. Das Leben ist ungerecht, aber nicht immer zu deinen Ungunsten.

    John F. Kennedy

  17. Die Fliege setzt sich immer auf ein mageres Pferd.

  18. Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben.

    Jean-Jacques Rousseau

  19. Hochmut ist, aus Liebe zu sich selbst eine höhere Meinung von sich haben, als recht ist.

    Baruch de Spinoza

  20. Ich darf nicht einem entfernten Nachbarn helfen, wenn es auf Kosten des nächsten geht.

    Mahatma Gandhi