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Sprüche über Vernunft

264 Sprüche — Seite 9

Was ordnet, abwägt und vor übereilten Entscheidungen schützt, wird mit der Vernunft verbunden. Sie gibt dem Denken Form, prüft Möglichkeiten und bewahrt davor, bloß dem ersten Impuls zu folgen. Darum gehört dieses Thema zu den tragenden Kräften eines verantwortlichen und klaren Lebens.

Ihr eigentlicher Wert zeigt sich dort, wo Gefühl und Einsicht nicht gegeneinander ausgespielt, sondern ins rechte Verhältnis gebracht werden. Vernunft ist nicht Kälte, sondern die Fähigkeit, das Wesentliche zu erkennen und ihm besonnen zu entsprechen.

  1. Ob wir wachen oder schlafen, nie sollten wir uns durch etwas anderes lenken lassen, als durch die Klarheit unserer Vernunft.

    René Descartes

  2. Mäßigung und freiwillige Enthaltsamkeit sind das sicherste Verwahrungsmittel gegen Überdruß und Erschlaffung.

    Christoph Martin Wieland

  3. Wir sind um so freier, je mehr wir der Vernunft gemäß handeln, und um so mehr geknechtet, je mehr wir uns von der Leidenschaft regieren lassen.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  4. Was dem Leben eines Menschen erst Wert gibt, ist ein besonnenes Urteil und eine stetige Arbeitskraft.

    Gustav Freytag

  5. Besonnenheit ist die Vernunft der Politik.

    Leon Gambetta

  6. Die Vernunft ist des Herzens größte Feindin.

    Giacomo Casanova

  7. Vielwisserei lehrt nicht, Vernunft zu haben.

    Heraklit von Ephesos

  8. Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und - wenn es möglich wäre - einige vernünftige Worte sprechen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  9. Die Vernunft ist für den Weisen, das Gesetz für den Unweisen.

  10. Liebe ist weder eine Sache der Vernunft, noch darf sie sich verlieren in Ehrgeiz oder Drang nach Großem. Sie ist ein zweites Leben, wächst in die Seele hinein, wärmt jede Ader und schlägt mit jedem P …

    Joseph Addison

  11. Einen Satz trag´ in den Ohren: Wer sich aufregt, hat verloren.

    Karl-Heinz Söhler

  12. Ein gutes Ding ausgekostet zu haben und nicht die Hoffnung zu hegen, ein noch besseres zu finden, das ist unvernünftig.

    Henry de Montherlant

  13. Gewalt ist der Bankrott der Unvernunft.

    José Ortega y Gasset

  14. Mensch: ein vernunftbegabtes Wesen, das immer dann die Ruhe verliert, wenn von ihm verlangt wird, dass es nach Vernunftgesetzen handeln soll.

    Oscar Wilde

  15. Verlasse das Fest, wenn es dir am besten gefällt.

  16. Der Mensch, der von der Vernunft geleitet wird, ist freier in einem Staate, wo er nach gemeinsamem Beschlusse lebt, als in der Einsamkeit, wo er sich allein gehorcht.

    Baruch de Spinoza

  17. Man hört immer von Leuten, die vor lauter Liebe den Verstand verloren haben. Aber es gibt auch viele, die vor lauter Verstand die Liebe verloren haben.

    Jean Paul

  18. Bescheidenheit ist der Anfang aller Vernunft.

    Ludwig Anzengruber

  19. Liebe hört auf keine Lehre, weiß im Leben nicht ein, noch aus. Wenn es nicht eben die Liebe wäre, man sperrte sie ins Irrenhaus.

    Friedrich Halm

  20. Demut ist keine Tugend, das heißt, sie entspricht nicht der Vernunft.

    Baruch de Spinoza