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Sprüche über Verschwendung

131 Sprüche — Seite 5

Was über das Notwendige hinaus leichtfertig verbraucht wird, offenbart oft ein gestörtes Verhältnis zu Maß und Wert. Verschwendung betrifft Zeit, Worte, Geld und Kräfte und macht sichtbar, wie wenig das Gegebene geachtet wird, wenn Fülle für selbstverständlich gehalten wird. Darum trägt dieses Thema eine moralische Schärfe in sich.

Ihr Problem ist nicht bloß Übermaß, sondern Blindheit für Folgen und Bedeutung. Verschwendung entwertet, was kostbar sein könnte, und erinnert daran, dass der rechte Umgang mit Gütern immer auch eine Frage der inneren Haltung ist.

  1. Fortwährendem Entbehren folgt Stumpfheit ebenso wie übermässigem Genuss.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  2. Die Jugend ist etwas Wundervolles. Es ist eine wahre Schande, dass man sie an Kinder vergeudet

    George Bernard Shaw

  3. Borgen macht Sorgen, drum soll man nicht mehr verzehren, als der Pflug kann ernähren.

  4. Fettes Leben macht mageres Testament.

  5. Wer viel kauft, was er nicht braucht, muss bald verkaufen, was er braucht.

  6. Prozesse, Karten und Wirtshaus, bringen den Bettelstock ins Haus.

  7. Wer ausgibt und nicht Rechnung führt, der wird bald arm, ohn' dass er's spürt.

  8. Zwei Schelme braucht Geld und Gut, einen, der's gewinnt, und einen, der's vertut.

  9. Mancher sucht einen Pfennig und verbrennt ein Dreierlicht.

  10. Zügellosigkeit hat zur natürlichen Folge Erschlaffung, Missbrauch der Freiheit den Verlust derselben.

    Friedrich von Schlegel

  11. Tee, Kaffee und Leckerli bringen den Bürger ums Äckerli.

  12. Jeder Luxus verdirbt die Sitten oder den Geschmack

    Joseph Joubert

  13. Jeder Segen der Zivilisation ist entweder ein Fluch oder überflüssig.

    August Strindberg

  14. Wenn zu rechter Zeit der Mensch fassen würde, welch süße Gabe der Schlaf ist, es würde keiner mehr ihn mutwillig auf das Nichtswürdigste verschleudern.

    Jeremias Gotthelf

  15. Fanatiker sind unverbesserlich. Man sollte seine Zeit nicht damit verbringen, sie zu bekämpfen oder überzeugen zu wollen.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  16. Nichts lernt sich so leicht wie der Luxus, auch der des Geistes.

    Moritz Heimann

  17. Wir verschwenden unsere Zufriedenheiten und rechnen wie Geizhälse mit unseren Widerwärtigkeiten.

    Carl Ludwig Schleich

  18. Worte sind wie Laub - wo sie im Übermaß sind, findet man keine Früchte darunter

    Alexander Pope

  19. Das Glück gleicht oft den reichen, verschenderischen Frauen, welche die Häuser ruinieren, denen sie eine große Mitgift zugebracht haben.

    Nicolas Chamfort

  20. Wenn die Menschen auf Staatsangelegenheiten, Politik und auch auf ihre eigenen Geschäfte so viel Denken, Sorge, Erwägung verwenden würden, wie sie darauf verschwenden, was sie zu einem Maskenball anzi …

    John Steinbeck