99 Sprüche — Seite 2
Der Winter bringt Stille, Kälte und jene besondere Schärfe ins Leben, in der sich Entbehrung und Geborgenheit seltsam nahekommen. Schneelicht, kahle Landschaften und frühe Dunkelheit machen ihn zu einer Jahreszeit der Sammlung. Darin liegt sein eigener Zauber zwischen Härte und Ruhe.
Naturzitate über Winter werden gerne auf Grußkarten, in Reden über Umweltschutz, als Kalenderweisheiten oder als Beschriftung von Naturfotos eingesetzt. Sie erinnern daran, wie sehr das Menschliche im Natürlichen verwurzelt ist – und wie viel Trost und Schönheit die Natur bereithält.
Maria Opferung klar und hell, gibt's im Winter Wolfsgebell (21. Nov.)
Mitte Mai ist der Winter vorbei.
Frühling ist ein Mädchen, Sommer eine Mutter, Herbst eine Witwe und Winter eine Stiefmutter.
Auch der dickste Eiszapfen hat auf Dauer keine Chance gegen die Sonne.
Bringt St. Gordon Regen, folgt ein Winter mit wenig Segen. (09. Sept.)
Bleiben die Störche nach Bartholomä, so kommt ein Winter, der tut nicht weh. (24. August)
Auf den Winter folgt ein Sommer, aber alte Leute werden nie wieder jung.
Der kälteste Winter meines Lebens war ein Sommer in San Francisco.
— Mark Twain
Wer sich im Sommer über die Sonne freut, trägt sie im Winter in seinem Herzen.
— Rainer Haak
Wenn es erst einmal Josefi ist, so endet auch der Winter gewiss. (19. März)
Frischer Schnee bedeckt die Felder, nur noch Stille, weit und breit. und in einem Augenblick spüre ich die Ewigkeit.
Wenn die Hundstage heiß, bleibt der Winter lange weiß. (23. Juli - 24. August)
Über Schnee kann ein Schmetterling nicht urteilen.
Geld ist die beste Ware, sie gilt im Sommer und Winter.
Nur durch den Winter, wird der Lenz errungen.
— Gottfried Keller
Im strengen Winter bewähren sich Kiefer und Zypresse.
Glück ist der Freunde Sommer und Ernte, Unglück aller Freunde Winter
Je mehr Dominicus schürt, man im Winter friert. (04. August)
Um den Tag des Fridolin, da zieht der letzte Winter hin. (06. März)
Ob der Winter warm oder kalt - so geh Allerheiligen in den Wald. (01. Nov.)