Sprüche über Zorn
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Wenn Verletzung, Kränkung oder Widerstand plötzlich in glühende Heftigkeit umschlagen, tritt der Zorn hervor. Er besitzt Energie und Klarheit, kann aber ebenso Urteil verengen und Worte schärfen, bis mehr Schaden entsteht als zunächst beabsichtigt war. Deshalb gehört dieses Thema zu den ambivalenten Kräften des Gemüts.
Sein Wert liegt allenfalls darin, Unrecht nicht gleichgültig hinzunehmen. Zorn wird unerquicklich, sobald er nicht mehr geführt, sondern führend wird und dem Menschen seine Besonnenheit nimmt.
Der alte Grundsatz ´Auge um Auge´ macht schließlich alle blind
— Martin Luther King
Das beste Gegenmittel gegen den Zorn ist der Aufschub.
— Seneca
Wenn Ärger im Menschen ist, so macht er selten das Klügste, sondern gewöhnlich das Dümmste.
— Jeremias Gotthelf
Werde nicht zornig! Sonst könntest du an einem einzigen Tag das Holz verbrennen, das du in vielen sauren Wochen gesammelt hast.
Das Wort verwundet leichter als es heilt
— Johann Wolfgang von Goethe
Es ist menschlich, verärgert zu sein, aber es ist nicht recht, in diesem Ärger zu beharren.
— Vincent van Gogh
Zürnt, Freunde nicht, wenn Spötter euch verlachen, erwidert lächelnd ihren Spott, und wisst: Der Spötter Witz kann nichts verächtlich machen, was wirklich nicht verächtlich ist.
— Friedrich von Bodenstedt
Respekt und Achtung verlieren sich am schnellsten in der Wut.
— Julian Scharnau
Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum.
— Mark Aurel
Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden.
Liebe macht blind, aber nicht taub - daran ist schon manche hoffnungsvolle Beziehung gescheitert
— George Bernard Shaw
Alles Unglück kommt durch den Mund
Der Mann, dem du zürnest, muss deines Zornes wert sein.
— Friedrich Maximilian von Klinger
Wir sollten weder im Zorn zurückschauen, noch furchtsam nach vorn, sondern mit offenen Augen umherblicken.
— James Thurber
Der Zorn kann sich beruhigen, aber der echte, aus verbittertem, mißhandelten Herzen erwachsene Hass schlägt seine Wurzeln durch das ganze Sein, er ist eine stille fortgesetzte Tat ohnmächtiger Rache.
— Wilhelmine von Hillern
Moses hatte freilich auf Sinai lange gefastet, und da begreift sich sein Zorn beim Anblick eines Kalbes – von Gold
— Eugen von Vaerst
Auch wenn man Leute mit gutem Grund beschimpft, muss man maßhalten.
— Maxim Gorki
Mit wem das Pferd nie durchgeht, der reitet einen hölzernen Gaul.
— Christian Friedrich Hebbel
In der Sauna verraucht der Zorn und die Galle trocknet ein
Wer auf Rache aus ist, grabe zwei Gräber.