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Man fällt nicht über seine Fehler

Spruchbild: Man fällt nicht über seine Fehler.  Man fällt über seine Feinde, die diese Fehler ausnutze …

Man fällt nicht über seine Fehler. Man fällt über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen

Bedeutung

Kurt Tucholsky richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen chance und fehler. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.

Verwendung

Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Probleme, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.

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Über Kurt Tucholsky

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1890 - 1935

Kurt Tucholsky (1890–1935) war deutscher Satiriker und Mitherausgeber der Weltbühne, der unter vier Pseudonymen als Gesellschaftskritiker gegen den aufkommenden Nationalsozialismus schrieb.

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Als Pazifist, Sozialist und Antimilitarist warnte Tucholsky früh vor der Erstarkung der politischen Rechten in Militär und Justiz. Er war zugleich Kabarettautor, Liedtexter, Romanautor und Lyriker. Seine Pseudonyme – Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel – erlaubten ihm, in verschiedenen Rollen und Tonlagen zu publizieren.

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Quadratisches Spruchbild: Man fällt nicht über seine Fehler.  Man fällt über seine Feinde, die diese Fehler ausnutze …

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