
Tue den Mund auf für die Stummen und führe die Sache derer, die verlassen sind...
Bedeutung
Franz von Assisi richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen einsamkeit und hilfe. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Leben, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Franz von Assisi
Über den Autor
Römisch · 1181 - 1226
Franz von Assisi (1181–1226) gründete den Franziskaner-Orden und die Klarissen und wurde bereits zwei Jahre nach seinem Tod heiliggesprochen.
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Als Giovanni di Pietro di Bernardone in Assisi geboren, lebte Franz nach dem Vorbild Jesu Christi, was ihm rasch Gefährten zuzog und zur Gründung der Minderen Brüder führte. Der Orden breitete sich binnen weniger Jahre in ganz Europa aus – schon 1230 entstand eine Niederlassung in Riga. Das Andachtsbuch „Fioretti", ein Florilegium in 53 Kapiteln, prägte das Bild des Heiligen im 19. und 20. Jahrhundert nachhaltig.

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