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Gott wäre etwas gar erbärmliches

Spruchbild: Gott wäre etwas gar erbärmliches,  wenn er sich in einem Menschenkopfe begreifen ließe.

Gott wäre etwas gar erbärmliches, wenn er sich in einem Menschenkopfe begreifen ließe.

Bedeutung

Christian Morgenstern richtet den Blick auf Glauben als Deutung von Gott, Treue oder Hoffnung. Die Aussage spricht religioese Bindung nicht dekorativ an, sondern als Massstab fuer Leben, Sterben oder das Verstehen der Welt. Damit wirkt der Spruch stark in religioesen Zusammenhaengen, braucht aber einen passenden Rahmen, weil er eine weltanschauliche Voraussetzung mitbringt. Der religioese Anspruch gehoert zum Kern der Aussage und sollte nicht neutralisiert, aber auch nicht jedem Anlass ungeprueft zugemutet werden.

Verwendung

Er passt in kirchliche Karten, Predigtentwuerfe oder Glaubensgespraeche, wenn Gottesbezug bewusst gewollt ist. Ausserhalb eines religioesen Rahmens sollte er sparsam verwendet werden, weil die Aussage sonst voraussetzungsreich oder druckvoll wirken kann. Der religioese Gehalt ist stark; der Spruch passt nur, wenn diese Sprache zur Situation und zu den angesprochenen Menschen passt. Diese Einordnung sollte im sichtbaren Kontext mitgetragen werden.

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Über Christian Morgenstern

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1871 - 1914

Christian Morgenstern (1871–1914) schuf mit den „Galgenliedern" absurd-komische Gedichte, die Sprache und Logik auf einzigartige Weise spielerisch unterliefen.

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Neben seiner komischen Lyrik verfasste Morgenstern auch ernste, von Rudolf Steiners Anthroposophie beeinflusste Dichtung. Er arbeitete zudem als Übersetzer, u. a. von Ibsen und Strindberg. Morgenstern starb bereits mit 42 Jahren in Untermais, Tirol, an den Folgen einer Tuberkulose-Erkrankung, die ihn sein ganzes Erwachsenenleben begleitete.

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