
Schenken heisst, einem anderen etwas geben, was man am liebsten selbst behalten möchte.
Bedeutung
Selma Lagerlöf richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen besitz und geschenk. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Weihnachten, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Selma Lagerlöf
Über den Autor
Schriftsteller · 1858 - 1940
Selma Lagerlöf (1858–1940) war eine schwedische Schriftstellerin, die 1909 als erste Frau den Nobelpreis für Literatur erhielt und 1914 als erste Frau in die Schwedische Akademie aufgenommen wurde.
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Lagerlöf wurde auf Gut Mårbacka in Värmland geboren, wo sie auch starb. Ihr bekanntestes Werk, „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen" (1906/07), wurde als Kinderbuch weltberühmt. Ihr Schreiben verband geistliche und fantasievolle Elemente mit tiefer Heimatverbundenheit.
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