
Lasset uns am Alten, so es gut ist, halten, doch auf altem Grund Neues schaffen jede Stund.
Bedeutung
Gottfried Keller verbindet Bewahrung und Erneuerung. Am Alten soll man festhalten, wenn es gut ist, aber auf diesem Grund immer wieder Neues schaffen. Der Spruch ist weder rückwärtsgewandt noch blind fortschrittsgläubig. Seine Stärke liegt in der Balance: Tradition gibt Boden, doch Lebendigkeit entsteht durch schöpferische Weiterentwicklung. Damit passt er zu Kultur, Politik, Handwerk und persönlichem Wandel. Das Neue wächst nicht gegen das Alte, sondern aus tragfähigem Grund heraus.
Verwendung
Das Zitat eignet sich für Jubiläen, Vereinsreden, Handwerk, Schule, Stadtentwicklung oder persönliche Neuanfänge. Es passt, wenn Kontinuität und Fortschritt zusammen gedacht werden sollen. Ein konkretes Beispiel für bewährten Grund und neues Vorhaben macht es stark. Bei Jubiläen und Reformen ist er sehr passend.
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Über Gottfried Keller
Über den Autor
Schriftsteller · Schweizerisch · 1819 - 1890
Gottfried Keller (1819–1890) war Schweizer Dichter, Maler und Erster Staatsschreiber des Kantons Zürich, dessen Romane „Der grüne Heinrich" und „Die Leute von Seldwyla" den bürgerlichen Realismus prägten.
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Nach einem Jugendstreich von der höheren Schulbildung ausgeschlossen, versuchte Keller zunächst als Landschaftsmaler Fuß zu fassen und verbrachte zwei Jahre in München. Erst die politische Lyrik des Vormärz brachte ihn zur Dichtung. Mit einem Zürcher Reisestipendium studierte er in Heidelberg und Berlin – ursprünglich mit dem Ziel, Theaterstücke zu schreiben, woraus stattdessen seine bedeutendsten Prosawerke entstanden.
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