
Man darf anders denken, wie seine Zeit, - sich aber nicht anders kleiden.
Bedeutung
Ebner-Eschenbach beschreibt die Grenze gesellschaftlicher Toleranz mit feiner Ironie. Abweichende Gedanken werden oft eher geduldet als sichtbare Abweichung im Auftreten. Kleidung steht hier für soziale Zeichen, an denen Menschen Konformität schnell messen. Der Spruch zeigt, dass eine Zeit sich gern geistig liberal gibt, im Alltag aber äußere Normen streng überwacht. Er entlarvt Mode als soziale Kontrolle. Die Pointe wirkt bis heute, weil Kleidung immer noch Zugehörigkeit, Mut und Abweichung sichtbar macht.
Verwendung
Geeignet für Texte über Mode, Konvention, Individualität und gesellschaftliche Anpassung. Der Spruch passt, wenn der Unterschied zwischen innerer Freiheit und äußerem Erwartungsdruck gezeigt werden soll. Er eignet sich auch für kulturhistorische oder feuilletonistische Beiträge. Besonders passend ist er, wenn äußerer Stil mehr Reaktionen auslöst als ein ungewöhnlicher Gedanke.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 4.25 von 5 (4 Stimmen)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 3.90 von 5
Über Marie von Ebner-Eschenbach
Über den Autor
Schriftsteller · Österreichisch · 1830 - 1916
Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916) war eine österreichische Freifrau und Schriftstellerin, deren psychologische Erzählungen zu den herausragenden deutschsprachigen Werken des 19. Jahrhunderts zählen.
Mehr auf WikipediaÄhnliche Sprüche
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Alle Enttäuschungen sind gering im Vergleich zu denen, die wir an uns selbst erleben.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Unter 100 Menschen liebe ich nur einen, unter 100 Hunden 99.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Ein Freund versteht deine Vergangenheit, glaubt an deine Zukunft und akzeptiert dich heute, so wie du bist.
Wir sind, was wir denken. Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken machen wir die We …
— Buddha
Mehr von diesem Autor
Alle Sprüche von Marie von Ebner-Eschenbach →