
Für ein gutes Kompliment verkaufe ich weite Teile meiner Verwandtschaft.
Bedeutung
Shaw übertreibt mit ironischem Vergnügen: Das Kompliment ist verlockender als familiäre Loyalität. Dahinter steckt eine echte Beobachtung – wir sind empfänglich für Schmeichelei, oft mehr als wir zugeben möchten. Das Verkaufen der Verwandtschaft ist natürlich nicht wörtlich gemeint, sondern als Signal für die menschliche Schwäche, bei Lob das Urteilsvermögen zu verlieren. Shaw beschreibt Eitelkeit mit Selbstironie und macht damit deutlich: Auch er selbst ist nicht frei davon. Das ist der Witz: Er spielt die Lächerlichkeit mit, statt sie von außen zu kommentieren.
Verwendung
Für humorvolle Reden über Eitelkeit oder Schmeichelei eignet sich dieses Zitat sehr gut. In Texten über Narzissmus oder menschliche Schwächen lässt es sich als witzige Einleitung einsetzen. Auf einer Geburtstagskarte an jemanden, dem man gerne schmeichelt, hat es einen charmanten, selbstironischen Effekt.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 4.67 von 5 (3 Stimmen)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 3.97 von 5
Über George Bernard Shaw
Über den Autor
Dramatiker · Britisch · 1856 - 1950
George Bernard Shaw (1856–1950) war ein irischer Dramatiker und Satiriker, der als einziger Mensch sowohl den Nobelpreis für Literatur (1925) als auch einen Oscar (1939) gewann.
Mehr erfahren
Shaw erhielt den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch seines Theaterstücks Pygmalion. Neben seiner literarischen Karriere engagierte er sich als Politiker und Pazifist und war zudem als Musikkritiker tätig. Er bestand darauf, nur als Bernard Shaw angesprochen zu werden.

Ähnliche Sprüche
Eines der traurigsten Dinge im Leben ist, dass ein Mensch viele gute Taten tun muß, um zu beweisen, dass er tüchtig …
— George Bernard Shaw
Sorge dafür, das zu haben, was du liebst, oder du wirst gezwungen werden, das zu lieben, was du hast.
— George Bernard Shaw
Bildung zeigt sich bei Mann und Weib darin, wie sie sich streiten.
— George Bernard Shaw
Wer Großes versucht, ist bewundernswert, auch wenn er fällt.
— Seneca
Den edlen Menschen kränkt sein Unvermögen; ihn kränkt nicht, daß man ihn nicht anerkennt.
— Konfuzius
Mehr von diesem Autor
Alle Sprüche von George Bernard Shaw →