
Macht ist eine Mahlzeit, die wachsenden Appetit verursacht.
Bedeutung
Charles de Talleyrand, der französische Diplomat und Meister der politischen Wendehälsigkeit, formuliert in diesem Bild eine nüchterne Überzeugung über Macht: Sie ist wie eine Mahlzeit, die den Appetit steigert statt zu sättigen. Wer erst einmal Macht hat, will mehr – das ist die Logik der Machtgier. Talleyrand, der selbst durch mehrere politische Regime hindurch Macht hatte und sie mit großem Geschick nutzte, beschreibt damit eine Beobachtung, die er aus nächster Nähe kannte: Macht ist kein Ziel, das man erreicht und dann ruht – sie ist ein Hunger, der wächst.
Verwendung
Passend als Talleyrand-Zitat in Texten über Macht, Ehrgeiz und die Dynamik wachsender Machtgier sowie für Beiträge über Politikgeschichte, Psychologie der Macht und die Überzeugung, dass Macht nie sättigt, sondern stets mehr verlangt. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Gefahr unbegrenzten Machtstrebens.
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Über Charles de Talleyrand
Über den Autor
Französisch · 1754 - 1838
Charles de Talleyrand (1754–1838) war französischer Diplomat, der die Französische Revolution, die Napoleonischen Kriege und den Wiener Kongress als einflussreicher Staatsmann überlebte.
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Talleyrand diente unter jedem Regime seiner Zeit in hohen Ämtern – ein Umstand, der seinen Namen zum Inbegriff politischen Opportunismus machte. Napoleon ernannte ihn 1806 zum Fürsten von Benevent und 1807 zum Herzog von Talleyrand-Périgord. Er starb 1838 in dem nach ihm benannten Pariser Stadtpalais Hôtel Talleyrand.

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