gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Wenn das Schicksal ruft: "Le jeu est fait, messieurs!"

Spruchbild: Wenn das Schicksal ruft: "Le jeu est fait, messieurs!",  so achten das die wenigsten.  Ers …

Wenn das Schicksal ruft: "Le jeu est fait, messieurs!", so achten das die wenigsten. Erst wenn sie hören: "Rien ne va plus!", bekommen sie Lust, aber zu spät.

Bedeutung

Börne nutzt die Sprache des Roulettetisches, um menschliche Unaufmerksamkeit gegenüber dem Schicksal zu zeigen. Solange noch gesetzt werden könnte, achten viele die Warnung nicht. Erst wenn nichts mehr geht, erwacht der Wunsch zu handeln. Der Spruch handelt von verpassten Chancen, Gleichgültigkeit und zu spätem Mut. Er verbindet Spielmetaphorik mit Lebensklugheit: Manche Entscheidungen verlangen Aufmerksamkeit, bevor die Lage endgültig feststeht. Die französischen Spielrufe verstärken dabei die Unausweichlichkeit des Augenblicks.

Verwendung

Passend für Texte über Chancen, Risiko, Entscheidungen, Börse, Glücksspielmetaphern oder persönliche Wendepunkte. Der Ton ist warnend und pointiert. Er eignet sich gut für Vorträge und Essays, wenn Trägheit oder verspätetes Handeln thematisiert werden, nicht für leichte Glückwünsche. Eine kurze Erklärung der Rouletteformeln kann hilfreich sein.

Wie gefällt dir dieser Spruch?

Durchschnittsbewertung: 5.00 von 5 (2 Stimmen)

Gewichtete Bewertung (Bayesian): 3.97 von 5

Über Ludwig Börne

Über den Autor

Deutsch · 1786 - 1837

Ludwig Börne (1786–1837) war ein im Frankfurter Ghetto geborener Journalist und Kritiker, dessen pointiert-witzige Schreibweise das deutsche Feuilleton begründete.

Mehr erfahren

Geboren als Juda Löb Baruch im jüdischen Ghetto Frankfurts, nahm er den Namen Ludwig Börne an. Als Literatur- und Theaterkritiker entwickelte er eine anschauliche, witzige Prosa, die ihn in die Nähe Jean Pauls rückt. Er starb 1837 im Pariser Exil, wohin ihn sein politisches Engagement geführt hatte.

Mehr auf Wikipedia

Ähnliche Sprüche