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Ruhe zieht das Leben an

Spruchbild: Ruhe zieht das Leben an. Unruhe verscheucht es; Gott hält sich mäuschenstill, darum bewegt …

Ruhe zieht das Leben an. Unruhe verscheucht es; Gott hält sich mäuschenstill, darum bewegt sich die Welt um ihn.

Bedeutung

Keller verbindet Ruhe, Leben und Gottesvorstellung in einem poetischen Bild. Ruhe erscheint nicht als Stillstand, sondern als anziehende Kraft, während Unruhe Lebendigkeit vertreibt. Die Aussage über Gott stellt eine stille Mitte dar, um die sich die Welt bewegt. Der Spruch spricht Menschen an, die in Gelassenheit, Kontemplation oder Glauben eine ordnende Kraft sehen. Dadurch bleibt die Aussage nah am konkreten Spruch und vermeidet eine bloß allgemeine Lebensregel ohne Bezug zum Bild.

Verwendung

Geeignet für meditative Texte, spirituelle Betrachtungen oder Reflexionen über innere Ruhe. In säkularen Kontexten sollte die Gotteszeile bewusst gewählt und nicht als allgemeingültige Lebensregel präsentiert werden. Gut wirkt er, wenn die Umgebung konkret bleibt und der Ton nicht beliebig wird. Redaktioneller Hinweis: Religiöse Sprache prüfen und nur passend zum Umfeld ausspielen.

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Über Gottfried Keller

Über den Autor

Schriftsteller · Schweizerisch · 1819 - 1890

Gottfried Keller (1819–1890) war Schweizer Dichter, Maler und Erster Staatsschreiber des Kantons Zürich, dessen Romane „Der grüne Heinrich" und „Die Leute von Seldwyla" den bürgerlichen Realismus prägten.

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Nach einem Jugendstreich von der höheren Schulbildung ausgeschlossen, versuchte Keller zunächst als Landschaftsmaler Fuß zu fassen und verbrachte zwei Jahre in München. Erst die politische Lyrik des Vormärz brachte ihn zur Dichtung. Mit einem Zürcher Reisestipendium studierte er in Heidelberg und Berlin – ursprünglich mit dem Ziel, Theaterstücke zu schreiben, woraus stattdessen seine bedeutendsten Prosawerke entstanden.

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