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Wo es kein Gespräch mehr gibt, beginnt die Gewalt

Spruchbild: Wo es kein Gespräch mehr gibt, beginnt die Gewalt.

Wo es kein Gespräch mehr gibt, beginnt die Gewalt.

Bedeutung

Sokrates benennt Gespräch als Zivilisationsleistung und Gewaltschutz: Solange Konflikte kommunikativ bearbeitet werden können, bleibt Gewalt als Mittel aus. Wenn Dialog endet – weil kein gemeinsamer Boden mehr da ist, kein Vertrauen, kein Wille – tritt Gewalt als Ersatz ein. Das gilt für Gesellschaften ebenso wie für Paarbeziehungen und kleinste soziale Einheiten. Der Satz macht die aktive Pflege von Gesprächsräumen zur ethischen und politischen Aufgabe.

Verwendung

In politischen Bildungsveranstaltungen, Mediationskontexten oder Reden über Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt in pluralistischen Gesellschaften. Passend auch als Argument in persönlichen oder institutionellen Konflikten, wenn einer der Beteiligten den Dialog verweigert. Sokrates als Quelle verleiht dem Satz philosophische und historische Tiefe.

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Über Sokrates

Über den Autor

Philosoph · Antik-Griechisch · 470 - 399 v. Chr.

Sokrates (469–399 v. Chr.) war ein athenischer Philosoph, der mit seiner Methode des strukturierten Dialogs – der Maieutik – die Grundlage des abendländischen Denkens legte.

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Sokrates hinterließ keine eigenen Schriften; sein Denken ist allein durch die Werke seiner Schüler Platon und Xenophon überliefert. Er wurde wegen angeblich verderblichen Einflusses auf die Jugend und Missachtung der Götter zum Tod verurteilt, lehnte eine Flucht aus Respekt vor den Gesetzen ab und starb durch den Schierlingsbecher. Sein Einfluss auf die Philosophiegeschichte ist so prägend, dass alle griechischen Denker vor ihm heute als Vorsokratiker bezeichnet werden.

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