
Anderer Menschen Leid trösten, ist der beste Trost für eigenes Leid.
Bedeutung
Tommaseo beschreibt Trost als etwas, das beim Geben auch zum Gebenden zurückkehrt. Wer fremdes Leid ernst nimmt und lindert, bleibt mit dem eigenen Schmerz nicht isoliert. Die Zuwendung zu anderen kann Selbstmitleid lösen, Sinn stiften und Verbundenheit herstellen. Der Satz behauptet nicht, dass eigenes Leid dadurch verschwindet, sondern dass Mitgefühl eine heilende Richtung eröffnet. Trost wird als Beziehung verstanden, nicht als fertige Antwort auf Schmerz. So bleibt die Aussage nah am Bild, klar verständlich und in ihrem Ton bewusst präzise.
Verwendung
Passend für Trauerbegleitung, Hospizarbeit, Seelsorge, Dank an Helfende oder Texte über Mitgefühl. Der Spruch sollte nur behutsam eingesetzt werden, wenn Betroffene nicht den Eindruck bekommen, ihr Schmerz müsse nützlich sein. Redaktioneller Hinweis: In akuter Trauer sorgfältig platzieren und nicht als Aufforderung zur Selbstverdrängung formulieren.
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Über Niccolò Tommaseo
Über den Autor
Schriftsteller · Italienisch · 1802 - 1874
Niccolò Tommaseo (1802–1874) war italienischer Schriftsteller und Lexikograph, der 233 Bücher sowie 162 Essays hinterließ – diktiert bis zuletzt, obwohl er erblindet war.
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Geboren in Šibenik und gestorben in Florenz, gehörte Tommaseo zu den herausragenden Lexikographen der italienischen Sprache. Sein Schreiben umspannte nahezu alle Gebiete des Geisteslebens und der Philosophie. Auch als Politiker aktiv, verlor er in seinen letzten Lebensjahren das Augenlicht, ließ sich davon jedoch nicht aufhalten und diktierte sein umfangreiches Werk unermüdlich weiter.

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