
Blumen anschauen hat etwas Beruhigendes: Sie kennen weder Emotionen noch Konflikte.
Bedeutung
Sigmund Freud beobachtet, dass Blumen beruhigen, weil sie keine Emotionen, keine Konflikte und keine Konflikte kennen. Sie existieren ohne die Last, die das Menschsein mit sich bringt – keine Schuld, keine Ambivalenz, kein Aufbäumen gegen die eigene Natur. Was uns an Blumen beruhigt, ist ihre stille Freiheit von dem, was uns selbst belastet. Das ist eine ungewöhnliche Reflexion von jemandem, der sein Leben dem Verstehen menschlicher Komplexität gewidmet hat.
Verwendung
Passt als nachdenkliches Zitat in Texten über Natur, Entschleunigung und das Verhältnis von Mensch und Pflanzenwelt. Auch geeignet für Blumengeschenke, die mehr sagen sollen als Farbe und Duft, oder als Einstieg in Texte über das Bedürfnis nach emotionaler Stille.
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Über Sigmund Freud
Über den Autor
Österreichisch · 1856 - 1939
Sigmund Freud (1856–1939) begründete die Psychoanalyse und entwickelte mit „Die Traumdeutung" (1899) sowie dem Strukturmodell Es, Ich und Über-Ich die moderne Erforschung des Unbewussten.
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Geboren in Freiberg in Mähren, wirkte Freud hauptsächlich in Wien, bevor er 1938 nach London emigrierte. Seine Theorie über kindliche Sexualkonflikte und deren Rolle bei Neurosen stieß zunächst auf Ablehnung in der Ärzteschaft. Neben der Traumdeutung wurden seine „Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse" (1916/17) sein meistgelesenes Werk; im Spätwerk trat er zudem als scharfer Religionskritiker hervor.

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