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Der Mensch ist nun einmal zur Freude geboren

Spruchbild: Der Mensch ist nun einmal zur Freude geboren!  Kann er sich nicht über seine eigene Schönh …

Der Mensch ist nun einmal zur Freude geboren! Kann er sich nicht über seine eigene Schönheit freuen, so freut er sich gewiss über die Hässlichkeit der anderen.

Bedeutung

Schönthans Satz ist eine bittere Beobachtung über Schadenfreude und Eitelkeit. Der Mensch sucht Freude, findet sie aber, wenn er die eigene Schönheit nicht genießen kann, ausgerechnet in der vermeintlichen Hässlichkeit anderer. Die Pointe entlarvt einen unschönen Zug: Wer sich selbst nicht annehmen kann, wertet andere ab. Problematisch ist die Formulierung, weil sie körperliche Erscheinung als Spottmaterial benutzt und damit einen heute sensiblen Bereich berührt. So bleibt die satirische Kritik zugleich redaktionell eingeordnet.

Verwendung

Allenfalls geeignet für satirische oder literarhistorische Einordnung von Eitelkeit, Schadenfreude und Spott. Für Glückwünsche, Selbstwertthemen oder allgemeine Zitatesammlungen ist der Spruch wegen der abwertenden Rede über Aussehen ungeeignet. Redaktioneller Hinweis: Der Spruch nutzt nicht zeitgemäße, abwertende Körperbildsprache. Bitte nicht automatisiert ausspielen. Auch in kurzen Einleitungen oder redaktionellen Begleittexten lässt er sich gut einordnen.

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Über Franz Edler von Pernwald Schönthan

Über den Autor

1849 - 1913

Franz von Schönthan (1849–1913) war ein österreichischer Schriftsteller, Journalist und Bühnenautor. Besonders im Theater und in der leichten Unterhaltung verband er pointierte Dialoge, Gesellschaftsbeobachtung und ein Gespür für komische Situationen. Seine kurzen Gedanken passen zu einem Autor, der Menschen oft über Rollen, Auftritte und Pointe erfasste.

Mehr erfahren

Franz von Schönthan (1849–1913) gehörte zur deutschsprachigen Theater- und Unterhaltungskultur des späten 19. Jahrhunderts. Als Journalist, Erzähler und Dramatiker arbeitete er mit den Formen, die ein breites Publikum erreichten: Komödie, Dialog, Pointe und gesellschaftliche Verwicklung. Seine Texte stehen nicht für schwere Weltdeutung, sondern für die genaue Kenntnis von Bühne, Publikum und Alltagssprache. Gerade darin liegt ihre historische Bedeutung. Die ihm zugeschriebenen Sprüche passen zu einem Autor, der menschliche Schwächen nicht abstrakt erklärt, sondern in Situationen, Rollen und kurzen Sätzen sichtbar macht.

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