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Niemals sind wir einsamer

Spruchbild: Niemals sind wir einsamer als in unserer Verzweiflung.

Niemals sind wir einsamer als in unserer Verzweiflung.

Bedeutung

Else Pannek beschreibt Verzweiflung als besonders einsame Form des Leidens. In gewöhnlicher Einsamkeit fehlt Gesellschaft; in Verzweiflung fehlt oft zusätzlich die innere Verbindung zu Hoffnung, Sprache und Ausweg. Der Satz ist kurz, aber schwer, weil er keine Lösung anbietet. Er nimmt ernst, dass Menschen in tiefem Kummer selbst unter anderen allein sein können. Genau darin liegt seine behutsame Kraft: Er benennt einen Zustand, ohne ihn zu beschönigen. Das macht den Satz tröstlich nur für Menschen, die keine schnelle Aufhellung erwarten.

Verwendung

Passend ist der Spruch für Trauertexte, Krisenbegleitung, Seelsorge oder sehr stille persönliche Nachrichten an vertraute Menschen. Er ist nicht für leichte Aufmunterung geeignet, sondern nur dort, wo Schmerz und Einsamkeit ausdrücklich anerkannt werden sollen. Wegen der schweren Verzweiflungsaussage sollte der Spruch nicht automatisch oder beiläufig erscheinen, sondern nur in einem behutsamen, tragenden Kontext. Eine persönliche Rahmung ist hier wichtiger als jede schöne Formulierung.

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Über Else Pannek

Über den Autor

*1932

Else Pannek (*1932) LEER

Quadratisches Spruchbild: Niemals sind wir einsamer als in unserer Verzweiflung.

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