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Die Menschen schämen sich nicht des Unrechts, das sie tun, sondern dessen, das sie leiden

Spruchbild: Die Menschen schämen sich nicht des Unrechts, das sie tun, sondern dessen, das sie leiden.

Die Menschen schämen sich nicht des Unrechts, das sie tun, sondern dessen, das sie leiden.

Bedeutung

Leopardi beschreibt eine bittere Verkehrung von Scham. Menschen schämen sich nicht des Unrechts, das sie selbst tun, sondern des Unrechts, das sie erleiden. Damit kritisiert der Satz eine Gesellschaft, in der Opfer sich beschämt fühlen, während Täter ihr Handeln nicht ausreichend bereuen. Die Aussage ist scharf und sozialpsychologisch: Scham folgt nicht automatisch der Schuld, sondern oft der Bloßstellung, Ohnmacht und dem Blick der anderen.

Verwendung

Das Zitat passt zu Essays über Ungerechtigkeit, Opferbeschämung, soziale Scham oder moralische Doppelmoral. Es sollte behutsam verwendet werden, wenn konkrete Betroffene im Blick sind, weil der Satz Verletzung und Scham sehr direkt benennt, etwa in sozialen Kommentaren oder Analysen.

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Über Giacomo Leopardi

Über den Autor

Dichter · Italienisch · 1798 - 1837

Giacomo Leopardi (1798–1837) war ein italienischer Dichter, Essayist und Philologe, der neben Alessandro Manzoni die italienische Literatursprache des 19. Jahrhunderts erneuerte.

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Leopardi wurde am 29. Juni 1798 in Recanati geboren und starb am 14. Juni 1837 in Neapel. Sein vollständiger Name lautete Giacomo Taldegardo Francesco Salesio Saverio Pietro Leopardi. Als Dichter, Essayist und Philologe hinterließ er ein vielseitiges Werk, das die italienische Sprache und Literatur des 19. Jahrhunderts nachhaltig formte.

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