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Geht der Chef

Spruchbild: Geht der Chef  mit einem auffallenden Mangel an Mimik durch die Flure,  braucht man keine  …

Geht der Chef mit einem auffallenden Mangel an Mimik durch die Flure, braucht man keine psychologische Hochbegabung um schnell zu ahnen, dass man sich am besten unsichtbar macht.

Bedeutung

Schyboll zeichnet eine Bürokomödie mit genauer Beobachtung. Der Chef geht mimikarm durch die Flure, und alle erkennen sofort, dass Vorsicht angebracht ist. Der Witz liegt darin, dass keine psychologische Hochbegabung nötig ist, um schlechte Stimmung zu deuten. Der Spruch zeigt Machtverhältnisse im Arbeitsalltag: Kleine Signale von Vorgesetzten können ganze Teams beeinflussen. Humorvoll kritisiert er eine Atmosphäre, in der Mitarbeiter lernen, sich unsichtbar zu machen, statt offen zu kommunizieren miteinander heute.

Verwendung

Passend für humorvolle Bürotexte, Teamchats, Beiträge über Arbeitsklima oder satirische Kommentare zu Führung. Der Spruch eignet sich, wenn angespannte Chefstimmung beschrieben wird. Er sollte nicht für konkrete Angriffe auf einzelne Vorgesetzte genutzt werden, sondern als allgemeine Alltagspointe mit Wiedererkennung. Der Anlass sollte klar erkennbar sein.

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Über Christa Schyboll

Über den Autor

*1952

Christa Schyboll (*1952) ist eine deutschsprachige Autorin, deren Aphorismen häufig politische, psychologische und gesellschaftliche Beobachtungen zuspitzen. Ihre Texte arbeiten mit nüchternem Witz und einer wachen Skepsis gegenüber Macht, Sprache und menschlicher Bequemlichkeit. Dabei geht es nicht nur um private Lebensweisheit, sondern auch um Machtmechanismen, öffentliche Rede und die Selbsttäuschungen moderner Gesellschaften.

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Christa Schyboll (*1952) schreibt in einer aphoristischen Form, die Alltagspsychologie und Zeitkritik eng verbindet. Ihre Sprüche beobachten, wie schnell Gedanken, Sprache und politische Begriffe außer Kontrolle geraten können, und halten dagegen mit knapper, kontrollierter Formulierung. Dabei geht es nicht nur um private Lebensweisheit, sondern auch um Machtmechanismen, öffentliche Rede und die Selbsttäuschungen moderner Gesellschaften. Schybolls Wirkung liegt in der Zuspitzung: Ein Gedanke wird so verdichtet, dass er zugleich komisch, unangenehm und prüfbar bleibt. Ihre Texte passen besonders dort, wo Nachdenklichkeit nicht weichgespült werden soll.

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