
Wer danken gelernt hat, der ist gesund geworden.
Bedeutung
Bodelschwingh verbindet Dankbarkeit mit Heilwerden. Gemeint ist weniger eine medizinische Aussage als eine seelische Bewegung: Wer danken kann, ist nicht mehr nur von Mangel, Bitterkeit oder Verletzung bestimmt. Dankbarkeit ordnet den Blick neu und macht wahrnehmbar, was trotz Schwierigkeiten trägt. Problematisch wäre eine Lesart, die Krankheit oder Leid durch fehlende Dankbarkeit erklärt. Behutsam verstanden spricht der Satz von innerer Genesung, nicht von einem einfachen Rezept für Gesundheit.
Verwendung
Der Spruch kann in Andachten, Dankbarkeitsjournalen, seelsorglichen Texten oder persönlichen Rückblicken stehen, wenn es um innere Wandlung geht. In medizinischen, psychischen oder akuten Krisensituationen sollte er vorsichtig verwendet werden, damit niemand den Eindruck bekommt, Gesundheit hänge allein von der eigenen Dankbarkeit ab.
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Über Friedrich von Bodelschwingh
Über den Autor
1831 - 1910
Friedrich von Bodelschwingh (1831–1910) war ein evangelischer Theologe und Gründer der Anstalten Bethel bei Bielefeld, einer der größten Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen in Europa.
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Er widmete sein Leben der Diakonie und gründete 1867 die Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, die er bis zu seinem Tod leitete. Bethel entwickelte sich zu einem weitreichenden sozialen Werk, das Epilepsiekranken, Obdachlosen und weiteren hilfsbedürftigen Menschen Zuflucht bot. Sein Sohn Friedrich von Bodelschwingh der Jüngere führte das Lebenswerk seines Vaters fort.

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