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Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben

Spruchbild: Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben  und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch n …

Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken

Bedeutung

Platon veranschaulicht eine fundamentale Asymmetrie zwischen materiellen und geistigen Gütern: Wer einen Apfel tauscht, hat danach noch einen Apfel. Wer einen Gedanken teilt, verliert ihn nicht, und der Empfänger gewinnt etwas Neues hinzu. Nach dem Tausch hat jeder zwei Perspektiven statt einer. Das macht Wissen zum einzigen Gut, das durch Teilen wächst statt zu schrumpfen. Diese Logik ist Argument für offene Diskussion, für Bildung und für intellektuelle Großzügigkeit als strukturellen Gewinn beider Seiten.

Verwendung

Als Argument für offenen Wissensaustausch in Bildungs- oder Berufskontexten, wo Ideen geteilt statt gehortet werden sollen. Passt als Einleitung zu Workshops, Konferenzen oder als Motto für kollaborative Projekte und Lerngruppen. Auch als Reflexion über den strukturellen Wert von Gesprächen gegenüber dem Zurückhalten von Ideen.

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Über Platon

Über den Autor

Philosoph · Antik-Griechisch · 427 - 347 v. Chr.

Platon (428/427–348/347 v. Chr.) war ein athenischer Philosoph, Schüler des Sokrates und Lehrer des Aristoteles, der die Ideenlehre begründete.

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Er etablierte den literarischen Dialog als philosophische Schreibform und verhalf dieser Gattung damit zum Durchbruch. Seine Werke umspannen Metaphysik, Ethik, Staatstheorie und Sprachphilosophie und setzten Maßstäbe für Jahrhunderte. Um dogmatische Festlegungen zu vermeiden, ließ er viele Fragen bewusst offen und überließ deren Klärung den Lesern.

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