
Man soll die Bärenhaut nicht verkaufen, ehe der Bär gestochen ist.
Bedeutung
Dieses alte deutsche Sprichwort warnt vor voreiligen Annahmen und überhasteten Handlungen: Man soll die Bärenhaut nicht verkaufen, bevor der Bär erlegt ist. Was noch nicht gesichert ist, kann nicht als erledigt gelten. In der bäuerlichen und jägerischen Gesellschaft war diese Warnung pragmatisch gemeint: Wer Erlöse einplant, bevor er den Fang gemacht hat, plant auf unsicherem Boden. Das Sprichwort gilt allgemein für Situationen, in denen Menschen vorschnell mit einem Ergebnis rechnen, das noch nicht eingetreten ist – ob im Geschäftsleben, im Sport oder im Alltag.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie Texte über Vorsicht, Realismus und das Einplanen von Risiken. Auch geeignet als einprägsames Zitat in Reden über Geschäftsstrategie, Planung und den Unterschied zwischen Vorfreude und gesichertem Ergebnis. Für volkskundliche Sammlungen, Texte über Risikoplanung oder Reden über realistische Erwartungen bietet dieses Sprichwort einen einprägsamen Beitrag über die Vorsicht vor vorzeitigen Annahmen.
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