
Das Geld, das man besitzt, ist das Instrument der Freiheit; das Geld, dem man nachjagt, ist das Instrument der Knechtschaft.
Bedeutung
Rousseau unterscheidet zwischen Geld als Mittel und Geld als Herrscher. Besitz kann Freiheit ermöglichen, wenn er Sicherheit, Spielraum und Unabhängigkeit schafft. Wer dem Geld jedoch nachjagt, wird von ihm bestimmt und verliert genau die Freiheit, die er sucht. Der Satz kritisiert nicht Geld an sich, sondern die innere Abhängigkeit vom Erwerb. Reichtum kippt von Werkzeug zu Knechtschaft, sobald er das Leben führt statt ihm zu dienen. id betont besonders Geld als Werkzeug der Freiheit oder als Herrschaft über das Leben und macht die Deutung dadurch enger am Wortlaut fest.
Verwendung
Gut geeignet ist das Zitat für Texte über Konsum, finanzielle Freiheit, Berufswahl oder Minimalismus. Es passt besonders, wenn Geld weder verteufelt noch vergöttert werden soll, sondern als Mittel mit klarer Grenze verstanden wird. Ein Begleitsatz sollte die Grenze zwischen Sicherheit und Getriebensein ausdrücklich nennen, damit der Spruch nicht beliebig wirkt.
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Über Jean-Jacques Rousseau
Über den Autor
Philosoph und Schriftsteller · Französisch · 1712 - 1778
Jean-Jacques Rousseau (1712–1778) war Genfer Philosoph und Schriftsteller, der mit dem Konzept des „Gemeinwillens" die Französische Revolution maßgeblich vorbereitete.
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Rousseau widersprach dem Fortschrittsglauben seiner Zeit und sah zivilisatorischen Wandel als Ursache sozialer Ungleichheit. Neben der Philosophie wirkte er als Pädagoge, Naturforscher und Komponist. Seine posthum erschienene Autobiografie „Die Bekenntnisse" (1782–1790) fiel durch schonungslose Selbstkritik auf und wird bis heute gelesen.

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