
Einen Menschen erziehen, heißt, seinen Willen bestimmen, ihn gut erziehen, heißt, seinen Willen gewöhnen, stets nur das Gute zu erstreben.
Bedeutung
Paul de Lagarde richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen erziehung und gut. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Persönlichkeit, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Paul de Lagarde
Über den Autor
Philosoph · Deutsch · 1827 - 1891
Paul de Lagarde (1827–1891) war Berliner Theologe und Orientalist, der als einer der einflussreichsten Antisemiten des 19. Jahrhunderts Assimilation oder Vertreibung der Juden forderte.
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Ursprünglich Paul Anton Bötticher, widmete er sich wissenschaftlich vor allem der Septuaginta nach historisch-kritischer Methode, fand jedoch kaum Anerkennung in Gelehrtenkreisen. Erst seine Berufung 1869 auf den Göttinger Lehrstuhl für orientalische Sprachen verschaffte ihm die Reputation, kulturkritische Traktate einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Darin forderte er eine nationale Religion, lehnte die Frauenbewegung ab und prägte den modernen Antisemitismus kulturphilosophisch.

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Bildung ist die Fähigkeit, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden.
— Paul de Lagarde
Jeder Mensch hat die Chance, mindestens einen Teil der Welt zu verbessern, nämlich sich selbst.
— Paul de Lagarde
Die Kirche Roms hat durch die Einführung des Weihnachtsfestes das Christentum gerettet.
— Paul de Lagarde
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das erröten kann. Es ist aber auch das einzige, was Grund dazu hat.
— Mark Twain
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