
Die Minderheiten sind die Mehrheiten der nächsten Generation.
Bedeutung
Sartre beschreibt einen historischen Mechanismus mit großer Überzeugungskraft: Was heute nur wenige vertreten, wird morgen die Mehrheit formen. Minderheiten sind nicht Rand, sondern Vorhut. Wer heute in der Minderheit ist, trägt die Ideen, die in der nächsten Generation Konsens sein werden. Das gibt Minderheitspositionen eine historische Würde, die ihr aktuelles Gewicht übersteigt. Es ist zugleich eine Warnung an heutige Mehrheiten: Was sie heute ablehnen, könnte morgen ihr Erbe prägen.
Verwendung
Passend in Diskussionen über gesellschaftlichen Wandel, Bürgerrechtsbewegungen oder politische Minderheiten. Eignet sich für Bildungsveranstaltungen, politische Reden oder Kommentare über Reformbewegungen und historischen Fortschritt. Hilfreich als Trost für Menschen, die sich heute in Randpositionen befinden und nach historischer Bestätigung suchen.
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Über Jean-Paul Sartre
Über den Autor
Philosoph · Französisch · 1905 - 1980
Jean-Paul Sartre (1905–1980) war der führende Kopf des Existentialismus, der 1964 den Nobelpreis für Literatur ablehnte und mit „Das Sein und das Nichts" die Philosophie der Freiheit prägte.
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Sartre studierte an der École normale supérieure und lehrte zunächst als Gymnasiallehrer für Philosophie. Mit seinem Roman „Der Ekel" und zahlreichen Theaterstücken verband er Literatur und Philosophie zu einem einzigartigen Gesamtwerk. Jahrzehntelang führte er eine offene Lebenspartnerschaft mit der Philosophin Simone de Beauvoir, die selbst zur Ikone des Feminismus wurde.

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