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Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit

Spruchbild: Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit  ist die vorgespielte Gerechtigkeit.

Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit ist die vorgespielte Gerechtigkeit.

Bedeutung

Platon beschreibt eine Perversion: Ungerechtigkeit, die offen auftritt, ist erkennbar und angreifbar. Ungerechtigkeit, die Gerechtigkeit vorspielt, ist doppelt schädlich – sie betrügt und entzieht sich zugleich der Kritik. Der Schein der Gerechtigkeit schützt die Ungerechtigkeit und macht sie mächtiger als offene Willkür. Die Schärfe entsteht aus dem Verhältnis von Macht, Verantwortung und öffentlicher Wirkung. Der Satz ist deshalb mehr als eine Laune: Er prüft, wer handelt, wer leidet und welche Sprache politische Wirklichkeit sichtbar oder gefährlich vereinfacht.

Verwendung

Als Argument gegen Scheinheiligkeit und institutionellen Betrug. Passend in Diskussionen über Justiz und politische Strukturen oder als Argument, dass Doppelzüngigkeit schlimmer ist als offene Feindschaft. Passend ist er für politische Bildung, Kommentare, Reden oder Diskussionen, in denen die zugespitzte Aussage bewusst getragen wird. Ein konkreter Anlass verhindert, dass der Satz nur pauschal klingt.

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Über Platon

Über den Autor

Philosoph · Antik-Griechisch · 427 - 347 v. Chr.

Platon (428/427–348/347 v. Chr.) war ein athenischer Philosoph, Schüler des Sokrates und Lehrer des Aristoteles, der die Ideenlehre begründete.

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Er etablierte den literarischen Dialog als philosophische Schreibform und verhalf dieser Gattung damit zum Durchbruch. Seine Werke umspannen Metaphysik, Ethik, Staatstheorie und Sprachphilosophie und setzten Maßstäbe für Jahrhunderte. Um dogmatische Festlegungen zu vermeiden, ließ er viele Fragen bewusst offen und überließ deren Klärung den Lesern.

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